Sport : Fakten: Knallkörper gegen Fairplay und weitere Meldungen

Ausgerechnet am "Tag des Fairplay" sorgten Fans in der Französischen Fußballmeisterschaft für einen Eklat. Im Spiel Racing Straßburg - FC Metz traf ein von der Tribüne geworfener Knallkörper Linienrichterin Nelly Vienot am Kopf. Die Schiedsrichter-Assistentin wurde bewusstlos vom Platz getragen, ihr Haupt-Referee brach die Partie beim Stand von 1:0 für Straßburg in der 67. Minute ab. Die französische Polizei hat den Zuschauer, der den Knallkörper Feuerwerkskörper traf, verhaftet. Viennot, die bei dem Vorfall einen Schock erlitt, ist derweil auf dem Weg der Besserung. Auch in anderen Stadien kam es zu Zwischenfällen: Im Prinzenpark wurde bei Paris St. Germain - AC Troyes (0:0) ein Gäste-Akteur von einem Wurfgeschoss am Kopf getroffen. Und in Lille wurden Sicherheitskräfte gegen Vereinsfunktionäre aus Bastia handgreiflich.

Mihajlovic angeklagt

Mittelfeldspieler Sinisa Mihajlovic vom Italienischen Fußballmeister Lazio Rom drohen wegen rassistischer Äußerungen bis zu drei Jahren Haft. Gegen den Serben, der am 17. Oktober im Champions-League-Spiel gegen Arsenal London seinen farbigen Gegenspieler Patrick Vieira als "schwarzen Affen" bezeichnet hatte, wurde in Rom ein Strafverfahren eröffnet. Als Konsequenz auf seine Entgleisungen war Mihajlovic von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) für zwei Partien gesperrt worden. Mihajlovic: "Ich weiß, dass ich einen Fehler begangen habe. Ich möchte mich bei allen entschuldigen."

Vater Schumann muss warten

Die Frage des künftigen Trainers von 800-m-Olympiasieger Nils Schumann ist noch nicht endgültig geklärt. Vater Peter wartet noch auf seine Befreiung vom Schuldienst als Diplom-Sportlehrer am Gymnasium in Bad Frankenhausen: "Der schriftliche Antrag ist beim Schulamt eingereicht, doch die Entscheidung des Kultusministeriums steht noch aus", sagte Schumann senior. Geplant ist die Freistellung ab der zweiten Hälfte des Schuljahres. "Im Sommer würden sich Nils und ich beraten, ob wir weiter zusammenarbeiten", erklärte der Vater, der sein Sportstudium an der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) Leipzig absolvierte.

Alles klar in Leipzig

Der Umbau des Leipziger Zentralstadions in eine moderne Arena für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 kann beginnen. Das Regierungspräsidium Leipzig erteilte der Stadt nach Prüfung der Verträge die Zustimmung für das gut 200 Millionen Mark teure Projekt. Das ins alte Zentralstadion eingepflanzte 45 000-Mann-Stadion soll beim Deutschen Turnfest 2002 in Leipzig zumindest teilweise fertiggestellt werden. Nach monatelangem Tauziehen hatte der Leipziger Stadtrat das Millionen-Projekt an die Emka Immobilien Beteiligungsgesellschaft vergeben. Das Unternehmen gehört Kinowelt-Chef Michael Kölmel. Sein Imperium soll 50 Millionen Mark beisteuern, dazu kommen 100 Millionen Mark vom Bund, den Rest zahlt die Stadt.

Anand vor dem Titelgewinn

Im Finale der Schach-Weltmeisterschaft in Teheran ist die Vorentscheidung zu Gunsten von Viswanathan Anand gefallen. Der Favorit aus Indien gewann auch die dritte Partie gegen Alexej Schirow (Spanien). Nach dem Sieg mit Weiß am Vortag schaffte Anand diesmal sogar mit den schwarzen Steinen einen Erfolg nach 41 Zügen. Damit führt der Großmeister aus Madras bei Halbzeit des auf sechs Partien angesetzen WM-Finales mit 2,5 : 0,5 Punkten.

SVW Mannheim protestiert

Fußball-Zweitligist Waldhof Mannheim hat Protest gegen die Sperren von Hajrudin Catic und Almir Delic eingelegt. Das Duo war vom Badischen Fußball-Verband wegen unerlaubten Einsatzes in der Amateurmannschaft der Mannheimer in der Verbandsliga für jeweils acht Wochen gesperrt worden.

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