Sport : Fakten: Neue Diskussion um Wembley und weitere Meldungen

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Die Zukunft des Londoner Wembley-Stadions ist wieder fraglich. Auf Grund von Problemen bei der Beschaffung privater Finanzmittel in Höhe von umgerechnet 1,25 Milliarden Mark zieht die Betreibergesellschaft des zurzeit stillgelegten Stadions auch den Verkauf an einen Premier-League-Verein in Erwägung. "Das ist eine sehr ernsthafte Option geworden, und möglicherweise haben wir auch keine Wahl", erklärte Unternehmenssprecher Bob Stubbs in einem Interview mit dem "Daily Mirror". Mögliche Interessenten könnten die Londoner Klubs Arsenal und Tottenham sein.

Sensi will AS Rom verkaufen

Franco Sensi, Präsident des italienischen Tabellenführers AS Rom, will die Meisterschaft in der Serie A gewinnen und anschließend seinen Klub an eine Finanz-Holding verkaufen. Das bestätigte der 75-Jährige in der Tageszeitung "La Repubblica". "In meinem Alter ist der Stress des Fußballs zu groß. Ich denke, dass der AS Rom auch von einer Holding und nicht unbedingt von einer einzigen Person geführt werden könnte", erklärte Sensi, der seit acht Jahren den römischen Klub führt. Der Spitzenreiter aus Rom liegt nach 24 Runden bereits neun Zähler vor Rekordmeister Juventus Turin.

Stuttgart will Grand-Prix-Finale

In Stuttgart soll von 2003 an regelmäßig das Grand-Prix-Finale der Leichtathleten stattfinden. Die Bewerbung um die hochkarätige Veranstaltung kündigte Clemens Prokop, der neue Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), bei einer Pressekonferenz in Stuttgart an. Damit beendete der DLV die Auseinandersetzung um den Weltcup im nächsten Jahr, den eigentlich die Stadt Stuttgart ausrichten wollte. Dagegen hatten sich die Organisatoren der Europameisterschaft in München (6. bis 11. August 2002) erfolgreich gewehrt, die den Weltcup als Konkurrenzveranstaltung sahen.

Aus im Beachvolleyball

Die deutschen Beachvolleyballerinnen sind beim Weltserien-Auftakt in Macao frühzeitig ausgeschieden. Die neu zusammengestellte Mannschaft mit der Olympia-Neunten von Sydney Ulrike Schmidt (Glaronia) und Andrea Ahmann (Schmiden) schaffte wenigstens noch einen Sieg bei zwei Niederlagen und belegte damit am Ende den 17. Platz. Stephanie Pohl und Okka Rau (Berlin/Fischbek) belegten bei ihrem ersten gemeinsamen Start innerhalb der Weltserie Rang 25.

Zu wenig Trainingskontrollen

Führende deutsche Vertreter fordern im Kampf um einen sauberen Sport ein eigenständiges Anti-Doping-Gesetz und eine größere Anzahl von Trainingskontrollen für Athleten. "Der Sport kommt nicht mehr an einem nationalen Anti-Doping-Gesetz vorbei. Die Fülle der Probleme ist zu groß, als dass sie allein mit dem Arzneimittelgesetz zu lösen wären", sagte Ulrich Haas, Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission des Deutschen Sportbundes (DSB). Vor allem brauche es Haas zufolge endlich Paragraphen, die Hersteller und Importeure zwingen, Daten darüber offen zu legen, was an Medikamenten und Präparaten im Umlauf ist und was offiziell an Patienten abgegeben wurde. "Nur so können wir den grauen Markt trocken legen", sagte Haas.

Grenzaus Traum beendet

Der Traum des TTC Zugbrücke Grenzau vom Tischtennis-Triple ist beendet. Der Deutsche Meister und Pokalsieger verpasste durch eine 2:3-Niederlage bei SVS Niederösterreich im vorletzten Gruppenspiel den Einzug in das Finale der Champions League. Damit findet das Endspiel erstmals ohne deutsche Beteiligung statt. Die Österreicher treffen als Sieger der Gruppe B auf den belgischen Meister Royal Villette Charleroi.

Klassenerhalt geschafft

Das Frauen-Nationalteam des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hat bei der Weltmeisterschaft in den USA den Klassenerhalt geschafft und kann nun sogar noch den angepeilten fünften Platz schaffen. In den Relegations-Play-offs in Fridley im US-Bundesstaat Minnesota gelang dem Team von Bundestrainer Rainer Nittel beim 6:2 über Schweden der erste Sieg. Dabei trugen sich sechs verschiedene DEB-Schützinnen in die Torjägerliste ein, wobei Stephanie Frühwirt vom Deutschen Meister TV Kornwestheim ihren zweiten WM-Treffer erzielte. Im Spiel um Rang fünf trifft Deutschland nun erneut auf den WM-Sechsten China, gegen den es im letzten Vorrundenspiel ein 0:0 gab.

Pferd flüchtet zur Kneipe

Bei einem Stallbrand auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch sind 24 Pferde mit dem Schrecken davongekommen. Trainer Willi Möhde, der auf dem Gelände wohnt, hatte den Brand bemerkt und die verschlossenen Boxen mit einem Bolzenschneider geöffnet. Drei Vierbeiner, darunter ein Derbyanwärter, nutzten allerdings die Gelegenheit zur Flucht. Ein Ausreißer wurde wenig später auf einem Marktplatz wieder eingefangen, ein anderer beendete seine Tour vor einer Kneipe. Das dritte Pferd erlitt leichte Verletzungen als es mit der Polizei zusammenstieß. Der Schaden an dem Wagen ist aber größer als am Pferd. Über das Ausmaß des Brandes wurde nichts bekannt.

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