Sport : Feiern erst nach dem Abpfiff Spandauer Wasserballer trainieren im Freibad

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„Nimm die Bratwürste vom Grill, die Meisterfeier wird verschoben.“ Sven-Uwe Dettmann erinnert sich noch genau an diesen Satz. Zwei Minuten vor dem Abpfiff war damit klar, dass es im Wasserball-Finale 2001 zwischen den Wasserfreunden Spandau 04 und Waspo Hannover nicht nur drei Spiele geben würde. Und von wegen, es könne jetzt nach dem Auswärtserfolg in der Best-of-five-Serie in den zwei folgenden Heimspielen nichts mehr schief gehen. „Wir haben seinerzeit zwar noch den 22. Titel geholt“, sagt Dettmann, „aber eben nicht nach dem dritten Spiel, wie von allen erwartet.“

Die Spandauer sind gewarnt, ihren damaligen Fehler nach dem 12:10 bei Waspo vom vorigen Wochenende diesmal zu wiederholen. Hochmut kommt immer noch vor dem Fall, selbst wenn die Berliner in den folgenden zwei Spielen haushoher Favorit sind. „Wenn alle nur an die Feier am kommenden Sonntag denken würden, dann wären sie nicht voll bei der Sache“, sagt Trainer Peter Röhle, der deshalb gestern sein Team ins Strandbad Halensee bestellte. Um 18 Uhr bei 18 Grad Wassertemperatur so zu trainieren, als ginge die Play-off-Runde erst los, war der Sinn.

Keiner im Team solle glauben, dass die Saison am Sonntag bereits gelaufen sei. Und wenn doch? Dann werden die gegrillten Bratwürste nicht fehlen. heit

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