• Fifa-Chef Blatter macht den Deutschen Hoffnung. Braun wünscht sich die WM 2006 zum 100. DFB-Geburtstag

Sport : Fifa-Chef Blatter macht den Deutschen Hoffnung. Braun wünscht sich die WM 2006 zum 100. DFB-Geburtstag

Fifa-Boss Joseph Blatter macht dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) Mut und Hoffnung für die Bewerbung um die WM-Endrunde 2006. "Der DFB ist der bestorganisierte Fußball-Verband der Welt. Die Latte liegt bei 2,20 m, über eine solche Höhe springt nicht jeder drüber", fabulierte der Präsident des Internationalen Fußball-Verbandes zum Auftakt der Feierlichkeiten zum 100-jährigen DFB-Jubiläum in Leipzig.

Der ansonsten der deutschen Kandidatur eher reserviert gegenüber stehende Schweizer, der Afrika für 2006 die Rolle des WM-Gastgebers wünscht, lobte überschwänglich die Bedeutung des "Geburtstagskindes" ("Der DFB ist auf allen denkbaren internationalen Ebenen eine treibende Kraft") und ließ sich bei dem Empfang am Donnerstagabend im "Magnolienbereich" der neuen Messe sogar zu der Formulierung hinreißen: "Ich kann keinen Abzug machen, deshalb muss ich fast sagen: Deutschland ist Favorit." Schon die Fifa-Inspektoren waren bei ihrer Stippvisite im vergangenen Jahr voll des Lobes über die deutsche Bewerbung.

DFB-Präsident Egidius Braun wünscht sich jedenfalls im Sommer ein verspätetes Präsent vom Welt-Verband. "Vielleicht nutzt die Fifa ja im Juli bei der WM-Vergabe die Gelegenheit, dem DFB ein tolles Geschenk zu machen", sagte der 74-jährige Aachener der "Leipziger Volkszeitung". Am 6. Juli entscheidet die 24-köpfige Fifa-Exekutive in Zürich über die WM 2006, um die sich neben Deutschland noch England, Südafrika, Marokko und Brasilien bewerben.

"Wir sind ganz gut im Rennen und stehen in ständigem Kontakt mit den entscheidenden Leuten", erklärte Deutschlands WM-Bewerbungs-Chef Franz Beckenbauer, der die WM 2006 zu seiner persönlichen Aufgabe gemacht hat und nichts unversucht lässt, PR für die DFB-Bewerbung zu betreiben.

Deshalb kommen den Feierlichkeiten in Leipzig mitentscheidende Bedeutung zu. Blatter gehörte zur Hautevolee des internationalen Fußballs, die dem DFB in Leipzig ihre Referenz erwies. Auch Lennart Johansson, der Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa), war dem Ruf des DFB gefolgt.

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