Sport : Formel 1: Ferrari-Duo auch 2002 gemeinsam statt gegeneinander

Michael Schumacher bleibt Ferrari noch lange treu. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister verlängerte seinen Vertrag mit dem italienischen Traditionsteam vorzeitig bis 2004. Dies und die gleichzeitige Verlängerung mit Teamkollege Rubens Barrichello gaben der Kerpener und die Scuderia Ferrari überraschend bekannt. "Ich habe schon oft gesagt, dass ich mich bei Ferrari sehr wohl fühle und das Team wie eine zweite Familie ist. Daher freue ich mich sehr auf zwei weitere - hoffentlich erfolgreiche - Jahre gemeinsam mit Ferrari", kommentierte der Champion die Entscheidung, die fünf Tage vor dem Großen Preis von Monaco und somit unerwartet früh fiel. Schumachers bisheriger Vertrag lief noch bis 2002.

Der 32-jährige Rheinländer fährt seit 1996 für die Roten. Ein Teamwechsel zum Abschluss seiner Karriere ist nun sehr unwahrscheinlich geworden. Wenn der neue Vertrag nach insgesamt neun Jahren bei Ferrari ausläuft, ist Schumacher 35.

Entscheidend für Schumachers Bleiben war die Zukunft der für ihn wichtigsten Teamverantwortlichen gewesen. "Nach den Vertragsverlängerungen von Jean Todt, Ross Brawn, Rory Byrne und Paolo Martinelli gab es für mich eigentlich keinen Zweifel mehr daran, dass auch ich meinen Vertrag verlängern würde", sagte der 47-malige Grand-Prix-Sieger. "Die Gespräche verliefen in der gleichen Harmonie wie unsere Zusammenarbeit. Wir waren uns sofort einig", berichtete Schumacher von den Verhandlungen.

Auch Teamkollege Rubens Barrichello konnte sich einen Tag vor seinem 29. Geburtstag über ein vorgezogenes Geschenk freuen. Der Vertrag des Brasilianers wurde um ein Jahr bis Ende 2002 verlängert. Zuletzt hatte es in Italien Spekulationen um eine Ablösung Barrichellos gegeben. Denn der Wirbel um die Stallorder beim Großen Preis von Österreich - Barrichello musste Schumacher passieren lassen, tat dies jedoch erst nach mehrmaliger Aufforderung - hatte noch für einige Gespräche bei Ferrari gesorgt.

Nachdem die Zukunft geklärt ist, will Schumacher mit seinem fünften Monaco-Sieg auf einer seiner Lieblingsstrecken an frühere Erfolge anknüpfen. Der Weltmeister machte sogar am Wochenende Überstunden, um die drohende Wachablösung durch seinen neuen Titelrivalen David Coulthard zu verhindern. Der Blick auf die glanzvolle Vergangenheit beim berühmtesten Formel-1-Rennen der Welt stimmte den Ferrari-Star zuversichtlich. "Monaco war für uns immer ein gutes Pflaster, außer im letzten Jahr, als wir ein mechanisches Problem hatten", sagte Schumacher: "Grundsätzlich sollten Ferrari und ich hier sehr stark sein. Hoffentlich holen wir wieder zehn Punkte."

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