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Formel 1 in Sotschi : Nico Rosberg Schnellster, Carlos Sainz im Glück

Der Deutsche Nico Rosberg fährt in Sotschi im Mercedes auf die Poleposition, der Spanier Carlos Sainz übersteht einen schweren Unfall unverletzt.

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Mit einem Sieg in Sotschi könnte Nico Rosberg die Wende im Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 einleiten. Foto: AFP
Mit einem Sieg in Sotschi könnte Nico Rosberg die Wende im Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 einleiten.Foto: AFP


Nico Rosberg hat derzeit so etwas wie einen kleinen Lauf. Zumindest in der Qualifikation. Zum zweiten Mal hintereinander sicherte sich der deutsche Formel-1-Pilot die Poleposition. In Sotschi ließ er seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton um drei Zehntelsekunden hinter sich – ein relativ deutlicher Abstand. Der Ferrari-Pilot Sebastian Vettel musste sich ganz knapp hinter dem Williams-Fahrer Valtteri Bottas mit Platz vier begnügen.

Rosberg hofft natürlich, aus der besten Startposition heute beim Großen Preis von Russland (14 Uhr/RTL und Sky) mehr machen zu können als zuletzt in Japan. „Ich muss diesmal einfach vorne bleiben, um endlich mal wieder zu gewinnen und meinen Rückstand auf Lewis in der WM zu verkürzen“, sagte er.

Die beste Nachricht des Tages kam allerdings schon, während Rosberg und Kollegen noch auf der Strecke um die Startplätze kämpften. Carlos Sainz junior blieb bei seinem schweren Crash im Freien Training unverletzt. Er muss zwar zur Beobachtung über Nacht im Krankenhaus bleiben, twitterte aber schon: „Ich versuche bereits alles, um die Ärzte zu überzeugen, dass sie mich das Rennen fahren lassen.“

Der Spanier hatte bei über 300 km/h vor der Zielkurve, möglicherweise wegen eines Bremsproblems, die Kontrolle über seinen Toro Rosso verloren. Er war an einer Mauer entlanggeschlittert und geradeaus in die Leitplanke gefahren, die an dieser Stelle von den massiven Kunststoffelementen geschützt wird, die grundsätzlich einen großen Sicherheitsgewinn bringen.

Allerdings schob sich das Auto zum großen Teil unter diese kompakten Teile und wurde quasi darunter begraben, was die Bergung schwierig machte. Techniker warnen schon seit einiger Zeit davor, dass die nach derzeitigen Regeln sehr tiefliegenden Nasen der Autos solche Unfallfolgen geradezu herausfordern. „Das ist ein Sicherheitsrisiko, da muss sich die Formel 1 etwas überlegen“, meinte nun auch Toro Rosso-Teamchef Franz Tost.

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