• FRAGEN AN DEN SPIELTAG von Sven Goldmann: FRAGEN AN DEN SPIELTAG von Sven Goldmann

FRAGEN AN DEN SPIELTAG von Sven Goldmann : FRAGEN AN DEN SPIELTAG von Sven Goldmann

Wer irrt? Lucien Favre. Borussia Mönchengladbachs Trainer mag nicht mehr auf seinen nach Dortmund abgewanderten Musterschüler Marco Reus (Foto) angesprochen werden. „Marco Reus, das ist vorbei. Ich möchte nicht mehr über die Vergangenheit reden.“ Am Sonntag aber wird die Vergangenheit zur Gegenwart. Wenn Lucien Favres schwarz-weiß-grüne Borussia am sechsten Spieltag bei der schwarz-gelben Borussia von Marco Reus anzutreten hat.

Wer fehlt? Immer noch der verletzte Tim Wiese. Mit dem hoch dotierten ehemaligen Nationalspieler im Tor kam Hoffenheim in den ersten drei Spielen auf null Punkte und 4:11 Tore. Mit Wieses Vertreter, einem 20 Jahre alten und weitgehend unbekannten Belgier namens Koen Casteels, gab es sechs Punkte und 6:1 Tore. Diese Lösung hätte Hoffenheims Finanzier Dietmar Hopp auch billiger haben können.

Wer kommt? Torsten Frings. In der „Kreiszeitung Syke“ kündigt er an: „Ich werde auf jeden Fall zu Werder zurückkommen und dort meine ersten Meter auf dem Weg zum Trainer gehen.“ Wer die Sturheit des einstigen Bremer Kapitäns kennt, darf das ruhig als langfristige Attacke gegen Thomas Schaaf werten. Vorerst bleibt Werders Langzeittrainer eine Gnadenfrist, denn Frings will noch bis 2013 in Toronto kicken.

Womit war zu rechnen? Mit Stuttgarts Absturz. Kommt allerdings reichlich spät, die obligatorische Bruno-Labbadia-Krise.

Was macht Felix Magath? Trifft am Sonntag auf einen Verein, für den er noch nie gespielt und den er noch nie trainiert hat. Da Magath knapp die Hälfte aller Bundesligisten durch hat, kommt das vergleichsweise selten vor. Die Zeichen vor dem Spiel gegen Mainz stehen so gut nicht: Den bisher einzigen Sieg in dieser Saison feierten Magaths Wolfsburger gegen Magaths Ex-Klub Stuttgart.

Und sonst? Franken hat einen neuen Lothar Matthäus. Einen, der von sich selbst in der dritten Person spricht. Im aktuellen Fall aber kommt er nicht aus Herzogenaurach, sondern vom 1. FC Nürnberg. Nach dem 1:4 in Hannover sprach Dieter Hecking: „Die Mannschaft darf davon ausgehen, dass der Trainer stinksauer ist.“ Schöner hätte das ein Lothar Matthäus auch nicht ausdrücken Können.

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