Sport : Frauen im Fußballmanagement: Energisch und kompetent

Bayern München will den 2002 auslaufenden Vertrag mit seinem Regisseur Stefan Effenberg nicht unbedingt verlängern. Deshalb schallte dem Verein über die "Bild"-Zeitung eine empörte Replik entgegen: "Wer sagt denn, dass wir mit Bayern überhaupt verlängert hätten." Punkt. Gesprochen hatte Martina Effenberg, die Managerin und Ehefrau des Bayern-Stars. Sie steht für die laut- und machtstarke Präsenz von Frauen im deutschen Fußball.

Gaby Schuster, die Managerin und Gattin des früheren Weltklasse-Spielers Bernd Schuster, war die erste ernsthaft beachtete Managerin, die in der Fußball-Bundesliga auftauchte. Inzwischen haben immer mehr Frauen Positionen im Sport eingenommen, die eigentlich traditionell Männern vorbehalten zu sein schienen. Der Deutsche Schwimmverband zum Beispiel, früher von mehr oder weniger respektierten Funktionären geführt, wird von der sehr energischen Rechtsanwältin Christa Thiel geleitet. Die 46-Jährige hat gleich mal neue Führungsstrukturen eingeführt.

Beim Bund Deutscher Radfahrer, auch bislang auf der Leitungsebene von Männern dominiert, führt die frühere Leichtathletin Sylvia Schenk als Vorsitzende die Geschäfte. Und beim BFC Dynamo, der DDR-Rekordmeister, der zurzeit um den Aufstieg in die Regionalliga spielt, hat mit Karin Seidel-Kalmutzki, die für die Berliner SPD im Abgeordnetenhaus sitzt, eine Frau sogar die Führung eines Fußballvereins übernommen.

Bei immer mehr Fußball-Bundesligisten leiten Frauen die Öffentlichkeitsarbeit. Monika Hanke war bei Werder Bremen die erste Frau, die in der höchsten Spielklasse das Sprecher-Amt übernahm.

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