Frauenfußball : Turbine gewinnt 2:0 im Bundesliga-Spitzenspiel

Turbine Potsdam ist auf einem guten Weg zum erneuten Titelgewinn in der Frauen-Bundesliga, Herausforderer 1. FFC Frankfurt betreibt hingegen frustriert Ursachenforschung.

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Potsdams Genoveva Anonma (l.) und Anja Mittag bejubeln den Treffer zum 2:0.
Potsdams Genoveva Anonma (l.) und Anja Mittag bejubeln den Treffer zum 2:0.Foto: dapd

Frankfurt am Main – Turbine Potsdam ist auf einem guten Weg zum erneuten Titelgewinn in der Frauenbundesliga, Herausforderer 1. FFC Frankfurt betreibt frustriert Ursachenforschung. Durch ein 2:0 (2:0) beim bisherigen Tabellenzweiten in Frankfurt am Main vergrößerte Spitzenreiter Turbine am Sonntag seinen Vorsprung auf nun schon fünf Punkte vor dem neuen unmittelbaren Verfolger FCR Duisburg. Jennifer Cramer und Anja Mittag trafen früh für den Titelverteidiger, der das Spitzenspiel vor der Rekordkulisse von 5200 Zuschauern komplett kontrollierte. „Wenn ich sehe, dass Potsdam von der ersten bis zur 90. Minute jeden Ball haben will und wir nicht, dann haben einige ihren Beruf verfehlt“, schimpfte Frankfurts Trainer Sven Kahlert vor laufender Kamera. Immerhin war es die dritte Niederlage seines Teams in Folge in Meisterschaft und Champions League.

Turbine-Chefcoach Bernd Schröder konnte dagegen beruhigt durchatmen: „Ein Erfolg in so einem Spitzenspiel hängt immer auch von der Tagesform ab – und wir haben uns hier heute gut verkauft. Unsere beiden gut herausgespielten Tore waren die Basis zum Erfolg.“ Schröders Elf war vom Anpfiff weg konzentriert und ging früh in Führung, als Cramer nach einem Zuspiel Patricia Hanebecks mit einem Flachschuss ins linke Eck Nationaltorfrau Nadine Angerer überwandt. Dann drückte Mittag das Leder nach Vorarbeit der besten Bundesliga-Torjägerin Genoveva Anonma zum 2:0 über die Linie. Den Gastgeberinnen, bei denen Saskia Bartusiak mit einem Kopfball gleich zu Beginn die Latte getroffen hatte, gelang es in keiner Phase, die defensiv wie offensiv klug agierenden Potsdamerinnen wirklich zu gefährden. Auch Fatmire Bajramaj, im Sommer aus Potsdam nach Frankfurt gewechselt, konnte nicht überzeugen.

Nun hofft der 1. FFC Frankfurt auf eine Revanche Anfang November. Dann empfängt man Turbine im Viertelfinale des DFB-Pokals, das gestern in der Halbzeit ausgelost wurde. M. M./PNN

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