Frauenliga : Amerika kann warten

Helen Ruwald über die Rückkehr von Nadine Angerer

Helen Ruwald

Der FC Bayern ist souveräner Tabellenführer, mit sieben Punkten Vorsprung. Was im Männerfußball gerade undenkbar ist, ist bei den Frauen Realität. Denn das langjährige Über- Team, der Meister 1. FFC Frankfurt, ist abgehängt worden, früh gescheitert zudem in DFB-Pokal und Uefa-Cup. Ein Graus für Manager Siegfried Dietrich: Der gewiefte wie penetrante Frauenfußball-Vorantreiber hat darum zwei Topspielerinnen eingekauft. Nach Ariane Hingst wechselt auch Nadine Angerer aus Stockholm nach Frankfurt am Main.

Zweieinhalb Jahre vor der WM 2011 im eigenen Land kann der Frauenliga nichts Besseres passieren. Mehr Spitzenklubs erhöhen die Spannung und eine Spielerin wie Angerer, die klar sagt, was sie denkt, schärft das Profil der Liga. Weil Frankfurts halbes Team inklusive Angerer und Hingst einst beim Rivalen Turbine Potsdam kickte, können sich die Fans zudem auf neue verbale Glanzleistungen im Kleinkrieg von Dietrich und Turbine-Trainer Bernd Schröder freuen.

Der Dank dafür geht in die USA. Nur weil sich der Spielplan der im April startenden Profiliga mit der EM 2009 beißt, entschied sich Angerer für Hessen statt Amerika. Die USA rufen, die Stars wechseln in die Bundesliga. Das ist so neu wie ein Tabellenführer, der FC Bayern heißt.

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