Fremdenfeindlichkeit : Funktionär outet sich als Rassist

Wegen fremdenfeindlicher und rassistischer Äußerungen hat der Südwestdeutsche Fußball-Verband den Spielleiter eines Bezirksliga-Teams für drei Monate gesperrt. Er soll Spieler der Gegenmannschaft beleidigt haben.

Frankfurt/MainManfred Schlick vom vorderpfälzischen Bezirksligisten TSV Lingenfeld soll sich vor dem Meisterschaftsspiel gegen den FV Speyer am 9. Dezember vor einem Journalisten fremdenfeindlich über Spieler des FV Speyer geäußert haben. "Wenn ich solche Mannschaften sehe, bin ich nicht mehr stolz Deutscher zu sein", soll er gesagt haben, "die gehören in den Rhein gejagt." Das Verbandsgericht sah diese Vorwürfe nach den entsprechenden Zeugenaussagen als erwiesen an und hatte ein Verfahren eingeleitet.

Schlick wurde bis zum 7. April für alle Stadien und Sportgelände bei Heim- und Auswärtsspielen seines Vereins mit einem Funktionsverbot belegt. Die Kosten des Verfahrens muss der Verein, dem am Ende der Saison auch noch drei Punkte abgezogen werden, tragen. Der Lingenfelder Spielleiter Schlick hingegen stritt während der Verhandlung weiterhin sämtliche rassistischen oder fremdenfeindlichen Aussagen ab. (hu/dpa)

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