Sport : Füchse Berlin: Neue Ziele und neuer Vertrag für Lommel

Hartmut Moheit

Berlin - Selbst einen so erfahrenen Trainer wie Jörn-Uwe Lommel ließ das Handball-Final-Four nicht kalt. „Ich bin da ganz Trainer, große Emotionen kommen dabei nicht auf“, erklärte der Trainer der Füchse Berlin zunächst. Aber dann kommt er doch ein wenig ins Schwärmen: „Was die Kieler Lövgren, Karabatic und Torhüter Omeyer an den zwei Tagen geboten haben, war schon überragend.“ Während Kiel schließlich den Cup im Endspiel gegen den HSV Hamburg (32:29) verteidigte, war Lommel bereits wieder daheim in Gedanken bei seinem Team. „Wenn wir einmal dieses Niveau erreichen wollen, müssten wir unseren Etat wohl um das Dreifache steigern.“ Doch die Füchse Berlin taten bisher sehr gut daran, nicht Träumen nachzugehen, sondern sich realistische Ziele zu setzen.

Zu dem Mehrpunkteplan zählt beim derzeitigen Bundesliga-14., mit Trainer Lommel höhere Ziel anzugehen. So war es nach Aussage von Manager Bob Hanning „nur noch eine Formalie, eine logische Konsequenz“, den Vertrag mit ihm bis 2010 zu verlängern. Auch für Lommel bestand zuletzt kein Zweifel mehr an der Vertragsverlängerung. „Wir werden unser 2005 gestartetes Projekt voranbringen und hoffen, dass wir unser Team schnell in der Bundesliga etablieren“, sagte er. Für ihn wäre der zwölfte Platz für die Füchse zum Saisonende „gleichbedeutend mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft“, zum Ende der nächsten Spielzeit würde der achte Platz dem entsprechen.

Dabei warnt Jörn- Uwe Lommel davor, den wohl zukünftig vorhandenen 3,5-Millionen-Etat zum Maßstab für bessere Leistungen zu nehmen. Entscheidend sei, was Spieler bei den Spitzenklubs verdienen. Teure Stars werde sich der Verein vorerst nicht leisten können. Nur die Suche nach einem gestandenen Linkshänder hat Vorrang. Die Zeiten, in denen die Füchse ein Talent verpflichten würden, seien vorbei. „Ich habe neue Ideen“, sagte Lommel gestern. Das Final Four habe ihn inspiriert. Hartmut Moheit

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