Füchse gegen Flensburg : Angriffslustig zu den Freunden

Sebastian Schneider tritt heute mit den Füchsen Berlin bei der SG Flensburg-Handewitt an, wo er in der vergangenen Saison noch spielte.

Hartmut Moheit
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Nicht zu halten, der Mann. Sebastian Schneider gehört bisher zu den angriffsstärksten Spielern im Team der Füchse. -Foto: contrastphoto

Berlin - Gehofft haben sie es alle bei den Füchsen, aber bereits nach zwei Spieltagen der neuen Saison reibt sich der eine oder andere von ihnen doch etwas verwundert die Augen. Sebastian Schneider, der 23 Jahre alte Halblinke, ist bereits eine feste Größe im Team. Nicht nur wegen der zehn Tore, mit denen er derzeit der erfolgreichste Werfer beim Berliner Handball-Erstligisten ist. Schneider ist kaum anzumerken, dass er erst seit Kurzem zur Mannschaft gehört. „Wir hatten ihn schon vor drei Jahren im Blick, aber er ist dann nach Flensburg gewechselt“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. „Jetzt sind wir froh, dass er für deutlich weniger Geld, als er dort bekommen würde, bei uns spielt.“ Schneider wollte mehr Einsätze haben, sich „in der Zukunft den Traum von der Nationalmannschaft“ erfüllen, und entschied sich deshalb für die aufstrebenden Füchse.

Das heutige Punktspiel bei Flensburg (14.55 Uhr live im DSF) bleibt für Sebastian Schneider aber dennoch eine ganz besondere Partie. „Ich habe dort viel gelernt und auch noch Freunde dort“, sagt der Neu-Berliner. Gleichzeitig macht er sich und seinen Mitspielern Mut, dieses Spiel bei einem der Top-Teams der Bundesliga nicht von vornherein verloren zu geben. „Wenn wir lange das Tempo hoch halten können, dann sind wir nicht chancenlos“, lautet seine Prognose. Die ersten 20 Minuten gegen Lemgo (26:29), als die Füchse mit 11:7 in Führung lagen, sieht er als Maßstab. Schneider meint selbstbewusst: „Flensburg erwarte ich in dieser Saison etwa auf Rang fünf, dahinter kämpfen wir wohl mit Gummersbach und Magdeburg um den sechsten Platz. Also sind wir gar nicht so weit von Flensburg weg.“

Dass bei der SG Flensburg-Handewitt auf seinen Schultern, vor allem seiner rechten Wurfhand, wieder sehr viel lasten wird, zeichnet sich erneut ab. Michal Kubisztal ist nach einer Bandscheibenoperation und acht Wochen Pause auf Halblinks gerade erst wieder dabei, sich ins Team zu spielen. „Er braucht noch etwas mehr Zeit, bis er seine alte Klasse wieder erreicht hat“, sagt Dagur Sigurdsson.

Aber nicht nur auf Halblinks wird der Füchse-Trainer nicht wie gewünscht auswechseln können, möglicherweise fehlt auch die Nummer eins auf Halbrechts: Mark Bult. Das Team ist ohne den Holländer nach Flensburg gereist. „Er sollte bei seiner Freundin, die ein Kind erwartet, im Krankenhaus sein“, erzählt Sigurdsson. Runar Karason wird deswegen nun mit längeren Einsatzzeiten rechnen können. Ein erst 21-Jähriger, der die Parallele zu Sebastian Schneider werden könnte.

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