Füchse gewinnen weiter : Von Wilczynski getragen: 31:25-Sieg gegen Melsungen

Beim Comeback des Österreichers gewinnen die Füchse 31:25 gegen Melsungen und können nach dem dritten Sieg in Folge immer noch auf Rang acht und damit möglicherweise auf einen Europacupplatz hoffen

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Konrad Wilczynski wollte bei seinem Comeback "erst einmal alles mitnehmen".
Konrad Wilczynski wollte bei seinem Comeback "erst einmal alles mitnehmen".Foto: Kai-Uwe Heinrich

Berlin - Als alles schon längst entschieden war, erlebten die 7803 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle noch einen besonderen Höhepunkt. Nach langer Verletzungszeit seit der EM im Januar in seiner Heimat, kam Konrad Wilczynski zu seinem Comeback für die Füchse.

Und wie er sich sofort in das Spiel gegen den MT Melsungen einfügte: Der Linksaußen aus Österreich warf wenig später das 26:18, und nur eine Minute später handelte er sich gleich eine Zwei-Minuten-Strafe ein. „Ich wollte erst einmal alles mitnehmen“, sagte Wilczynski mit einem Lächeln im Gesicht, das auch das Ende seiner Leidenszeit ausdrückte. Grund zur Freude hatten aber alle Füchsespieler. Mit 31:25 (17:12) schafften sie den dritten Sieg in Folge und können immer noch auf Rang acht und damit möglicherweise auf einen Europacupplatz hoffen.

„Das war schon ein sehr guter Auftritt“, lobte Trainer Dagur Sigurdsson sein Team, nachdem er im Vorfeld noch vor dem „starken Rückraum bei Melsungen“ gewarnt hatte. Sein Kollege Ryan Zinglersen musste dagegen feststellen, dass „die Kraft in Berlin nicht ausreichte“.

Mit ihrem schnellen Spiel setzten die Füchse den Gästen sofort nach dem Anpfiff mächtig zu. Aus einer stabilen Deckung und mit einem überragend haltenden Silvio Heinevetter im Tor, wirbelten sie im Angriff auf allen Positionen. „Wir wurden schon in der Startphase überrumpelt“, sagte der Däne Zinglersen mit Blick auf das 1:4 nach vier Minuten. Immer dann, wenn Melsungen die Chance zur Ergebnisverbesserung bekam, hatten die Füchse eine Antwort darauf. Nur beim 5:6 konnten sie kurz hoffen, danach dominierten die Füchse. Heinevetter hielt zwölf von 24 Bällen, darunter zwei Siebenmeter, der sehr dynamisch agierende Mark Bult ließ sich absolut nicht stellen und Torsten Laen, Michal Kubisztal sowie Ivan Nincevic sorgten für den Ausbau des Vorsprungs. Selbst einen von Nincevic erfolgreich abgeschlossenen Kempatrick zum 15:11 boten sie ihren Fans. Die Füchse hatten sich da längst in einen Rausch gespielt.

„Dass wir zum Ende der zweiten Halbzeit etwas nachlässig wurden, darüber werden wir aber noch sprechen“, sagte Sigurdsson, der sich bis dahin auch über die zweite Halbzeit hatte freuen können. Bult, mit zehn Toren bester Werfer im Spiel, war auch bei seinen Siebenmeterwürfen drei bis sechs sicher, auch die jungen Colja Löffler und Johannes Sellin trafen. Melsungen versuchte es zwar noch mit einer Pressdeckung gegen Regisseur Bartlomiej Jaszka, aber auch damit blieben sie erfolglos. Die Füchse waren in der Breite besser besetzt, während bei den Gästen die Last vor allem auf Nenad Vockovic (7-Tore), Alexandros Vasilakis und Felix Danner (je 6) lag. Dass die Füchse-Personalsituation nun noch besser aussieht, dazu trägt auch wieder Wilczynski bei.

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