Füchse in Nordhorn : Der siebte Streich?

Den Füchsen droht am Mittwoch in Nordhorn die siebte Niederlage in Folge. Die Mannschaft trat zuletzt zu unmotiviert und unprofessionell auf.

Christian Hönicke
Hanning
Lautstarker Einsatz. Füchse-Manager Bob Hanning ist mit den Spielern derzeit alles anderes als zufrieden.Foto: ddp

Berlin - Von Bob Hanning ist bekannt, dass er sich mit den Launen Fortunas auskennt und dies hin und wieder bei Trips nach Las Vegas unter Beweis stellt. Einen hohen Einsatz auf sein Handball-Team Füchse Berlin mag der Manager im Angesicht von sechs Niederlagen in Folge derzeit jedoch nicht unbedingt empfehlen. Auch am Mittwoch rechnet er nicht mit dem Ende dieser Serie. "Die Jungs wollen schon gewinnen, das hat man gegen Göppingen gesehen“, sagt Hanning. „Aber sie können halt im Moment nicht besser.“

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass die Füchse heute gegen die HSG Nordhorn den siebten Misserfolg einfahren. Deshalb erwartet Hanning andere Erfolgserlebnisse – einen harten Kampf der bisweilen recht unmotivierten Mannschaft beispielsweise. Hanning: „Wir müssen weiter den Weg gehen, den wir in den beiden letzten Spielen gegangen sind.“

Von einer Krise mag Hanning angesichts des gesicherten Mittelfeldplatzes zwar nicht reden. „Aber wir sind eben für oben zu schlecht und für unten zu gut“, sagt der Manager. Dass er an dieser Situation nicht ganz unschuldig ist, räumt Hanning selbst ein. Er habe den Effekt „unterschätzt“, den die frühe Bekanntgabe der Trennung von Trainer Jörn-Uwe Lommel und einiger Spieler gehabt habe. „Ich hätte von allen Beteiligten mehr Professionalität erwartet, aber so sind uns zehn Prozent verloren gegangen.“

Um die wiederzuerlangen, hat Hanning ein Zeichen setzen wollen, indem er die in den Zweijahresverträgen von Kjetil Strand und Mark Bult vorgesehene Verkürzungsoption auf ein Jahr zog. „Zu der Reaktion haben sie mich gezwungen“, sagt er. Heute wird das aber wohl ebenso wenig wie die Rückkehr der beiden Leistungsträger Bartlomiej Jaszka und Konrad Wilczynski zum Ende der Niederlagenserie führen. Die Mannschaft habe sich zu lange zurückgelehnt, „und dass nun auf Knopfdruck alles gut wird, funktioniert im Sport eben nicht. Wahrscheinlich kommt sogar noch eine achte Niederlage hinzu.“ Denn nach dem Spiel in Nordhorn wartet die SG Flensburg-Handewitt auf die Füchse.

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