Füchse-Sieg in Balingen : Sogar Torhüter Heinevetter trifft zweimal

Handball verkehrt in Balingen-Weilstetten: Beim 33:25 der Füchse Berlin erzielt Torhüter Silvio Heinevetter zwei Treffer - und Feldspieler Fredrik Petersen hält als Aushilfstorwart einen Wurf.

Ronald Maier
Heinevetter glänzte in Balingen nicht nur als Torhüter, sondern auch als Torschütze.
Heinevetter glänzte in Balingen nicht nur als Torhüter, sondern auch als Torschütze.Foto: dpa

Silvio Heinevetter dürfte das Spiel bei der HBW Balingen-Weilstetten noch ein wenig in Erinnerung behalten. Nicht weil der Berliner Torhüter so viele Gegentreffer kassiert, stattdessen konnte sich der Nationalkeeper auf der anderen Seite auszeichnen. Gleich zwei Tore erzielte Silvio Heinevetter beim nie gefährdeten 33:25 (19:12)-Auswärtserfolg beim südlichsten Handball-Bundesligisten. Noch besser als der Torhüter traf Fredrik Petersen (7 Tore) bei den Berlinern.

Die Schwaben hatten große Probleme, sechs verletzte Spieler musste Balingens Trainer Rolf Brack ersetzen, so dass sogar drei Jugendliche aus der zweiten Mannschaft zum Einsatz kamen. Die Füchse waren dennoch gewarnt, beim letzten Gastspiel in Balingen hatten sie in der Schlusssekunde den Ausgleich kassiert.

Von einem Punktgewinn waren die Hausherren dieses Mal allerdings weit entfernt. Von Beginn an bauten die Berliner Druck auf, gleich beim zweiten Angriff ging auch Abwehrchef Denis Spoljaric nach vorn und erzielte das 2:0. Bereits in der siebten Minute griff Sportwissenschaftler Brack in die Trickkiste und brachte mit Felix König einen siebten Feldspieler. Sehr zur Freude von Silvio Heinevetter, der nach einer Parade mit einem langen Pass ins leere Tor zum 5:1 traf. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Früh gingen den Balingern die Ideen aus, zu dominant und sicher agierten die Gäste, Trainer Dagur Sigurdsson begann zu wechseln und bis zum 19:12-Pausenstand wurde der Vorsprung locker verwaltet. Im zweiten Durchgang versuchten es die Gäste noch einmal mit dem siebten Feldspieler, noch einmal traf Heinevetter zum 21:13. Egal, welche taktische Maßnahme die Hausherren ergriffen, die Füchse hatten eine Antwort parat. Die Manndeckung gegen Spielmacher Bartlomiej Jaszka wussten sie ebenso zu lösen wie die Balinger Wechsel in den Abwehrsystemen.

Dabei kam auch noch Fredrik Petersen zu seinem Auftritt. In Unterzahl setzte auch Berlin für den starken Heinevetter einen weiteren Feldspieler ein. Dabei wusste Petersen neben seinen Toren mit einer Parade als Aushilfstorhüter zu überzeugen. Und so gewannen die Füchse Berlin am Ende hochverdient 33:25, nachdem sie zwischenzeitlich bereits mit zehn Treffern geführt hatten.

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