Sport : Fünf Kämpfe für Peking

Kommende Woche beginnt die WM in Berlin

Jennifer Witt

Berlin - Zurzeit sind in Berlin mehr als 300 Sportler aus 60 Nationen auf Stadtrundfahrt. Denn die Teilnehmer der Weltmeisterschaft im Modernen Fünfkampf „sollen die Hauptstadt nicht nur als Sportstätte, sondern auch als Kulturstadt kennenlernen“, sagt Klaus Schormann, Präsident des Deutschen Verbandes für Modernen Fünfkampf.

Zwischen dem 16. und 21. August findet zum sechsten Mal die Weltmeisterschaft des Modernen Fünfkampfs in Deutschland statt, für Berlin ist es eine Premiere. Der Austragungsort 2007 gilt als Höhepunkt der Pentathlongeschichte. Bisher fand die WM in kleinen Städten statt. Nach Leipzig, Warendorf, Bensheim und Darmstadt soll nun Berlin das Image der Randsportart aufbessern.

Neben dem WM-Titel stellt das Turnier den Athleten eine weitere Herausforderung. Die drei besten Fünfkämpfer können sich ihre Olympia-Teilnahme in Peking 2008 sichern. Wie realistisch ist die Qualifikation für die Deutschen? Eric Walther, Weltmeister von 2003, ist zuversichtlich, er sagt „es ist auf jeden Fall ein erreichbares Ziel, ich war ja schon zweimal bei Olympischen Spielen“. Auch die Möglichkeiten seiner sieben deutschen Kollegen und Kolleginnen schätzt er optimistisch ein. Präsident Schormann sieht allerdings eine besondere Schwierigkeit: „Die Aufmerksamkeit ist groß.“ Er vermutet, dass es deshalb für die deutschen Teilnehmer nicht einfach wird. Die Erwartungen seien größer als anderswo. „Aber es motiviert unsere Sportler auch außerordentlich“, sagt er. Vor allem möchten die Sportler das Interesse der Zuschauer wecken, mit der Vielseitigkeit ihrer Sportart wollen sie mehr Interessenten als sonst anlocken.

An den ersten beiden Tagen qualifizieren sich jeweils 36 Männer und Frauen für das Finale. Dann kommt neben dem Schießen, Fechten, Schwimmen und Laufen noch das Reiten hinzu.

Die WM findet im Berliner Olympiapark statt, die Lage ist für die Teilnehmer und Zuschauer attraktiv. „Erstmals liegen die Sportstätten beieinander“, erklärt Walther, „alles ist zu Fuß zu erreichen, bequemer als sonst.“ Die Nähe der Wettkampfanlagen, erleichtert auch den Aufenthalt ausländischer Athleten. Aber die kennen sich ja mittlerweile sowieso in Berlin aus. Mit Peking wartet dann die nächste große Stadt.

Lesen Sie ab morgen: Fünf Sportler stellen die fünf Sportarten vor.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben