Sport : Fünf Schüsse aus 50 Metern

Was die Biathleten tun, und wie schwer ihr Gewehr ist

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Seit wann gibt es Biathlon? Vor über 5000 Jahren gab es bereits erste Jagden auf Skiern. Lange fand sich die Kombination aus Langlauf und Schießen nur bei der Jagd und im Militärischen. Wettkämpfe wurden in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts erstmals ausgetragen. 1958 fand in Saalfelden die erste BiathlonWeltmeisterschaft statt. 1960 in Squaw Valley wurde Biathlon für Männer olympisch, 1992 in Albertville für Frauen.

Welche Ausrüstung wird benutzt? Die Biathleten verwenden Langlaufski. Geschossen wird mit einem Kleinkalibergewehr, Kaliber 22. Das Gewehr muss mindestens 3,5 Kilo wiegen..

Was tun die Biathleten? Es wird abwechselnd gelaufen und geschossen, zuerst liegend, dann stehend. Nach der Startrunde kommt der Biathlet zum Liegendschießen. Er führt das Magazin mit fünf Schuss Munition ein und versucht, die fünf Scheiben zu treffen. Trifft er, klappt die schwarze Trefferplatte hinter dem Loch um. Nach der nächsten Runde folgt das Stehendschießen. Je nach Wettkampfform müssen sich die Läufer zwei bis vier Mal am Schießplatz einfinden. Wenn sie die letzte Schießprüfung abgelegt haben, gehen sie auf die Schlussrunde.

Wie oft darf geschossen werden? Fünf Mal, ein Mal auf jede der fünf Scheiben. Das Magazin fasst fünf Schuss, nach jedem weiteren Schuss muss der Biathlet einzeln nachladen, also eine neue Patrone einführen und die alte aus dem Lauf befördern.

Gibt es Ersatzpatronen? Nur in der Staffel hat der Läufer drei Ersatzpatronen bei sich, die er einzeln nachlädt, wenn es ihm mit den ersten fünf Schuss nicht gelungen ist, alle Scheiben zu treffen. Für jede auch dann noch stehen gebliebene Scheibe muss der Biathlet auf die 150 Meter lange Strafrunde.

Aus welcher Entfernung wird geschossen? Aus 50 Metern Der Durchmesser der Metallscheibe beträgt beim Liegendschießen 4,5 cm, beim Stehendschießen 11,2 cm.

Wann muss ein Läufer eine Strafrunde laufen? Für jeden Fehlschuss wird sofort eine Strafrunde von 150 m gelaufen. Ausnahme ist die 20-Kilometer-Strecke bei den Männern und die 15-Kilometer-Distanz bei den Frauen. Dort gibt es pro Schießfehler stattdessen eine Strafminute, die zur bis dahin erzielten Zeit hinzugerechnet wird.

Welche Disziplinen gibt es? Einzelrennen (Männer 20 km, Frauen 15 km, Sprint (10 km/7,5 km), Staffel (4 x 7,5 km/4 x 6 km), Verfolgung (12,5 km/10 km) und Massenstart (15 km/12,5 km). Beim Verfolgungsrennen werden die Sportler mit der zeitlichen Differenz, in der sie am vorangegangenem Sprintwettbewerb die Ziellinie passiert haben, ins Rennen geschickt. Beim Massenstart gehen nur die 30 besten Athleten an den Start, entscheidend sind die aktuellen Weltcup-Ergebnisse.

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