Fußball : 1:0 in Köln: HSV wahrt Titelchance

Mit minimalem Aufwand hat sich der Hamburger SV eine kleine Titelchance in der Fußball-Bundesliga erhalten und dem FC Bayern München zugleich die schon für diesen Mittwoch geplante Feier des "Doubles" verdorben.

Köln - Durch den schmeichelhaften 1:0 (1:0)-Sieg beim 1. FC Köln verkürzten die Hanseaten den Abstand zum Tabellenführer am Dienstagabend vorerst wieder auf zwei Punkte. Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften RheinEnergie-Stadion besiegelte ein Eigentor von Lukas Sinkiewicz in der 3. Minute die achte Heimniederlage der Rheinländer, die jetzt wohl nur noch ein Wunder vor dem vierten Abstieg aus dem Eliteklasse nach 1998, 2002 und 2004 bewahren kann.

Ohne sechs Stammspieler angetreten nutzten die Hamburger gleich ihre erste Torchance und brachten den elften Auswärtssieg der Saison gegen die zuletzt fünf Mal in Serie ungeschlagene «Geißbock»-Elf anschließend mit Routine und Glück über die Zeit. Gestützt auf eine sattelfeste Abwehr mit Khalid Boulahrouz und den nach einer Zahnerkrankung überraschend schnell wieder fit gewordenen Thimothee Atouba als Säulen ließ der HSV den Abstiegskandidaten lange Zeit kaum zur Entfaltung kommen, brachte sich dann aber durch seine Passivität noch in Gefahr. Lukas Podolski und Co. fehlten trotz eines Sturmlaufs im zweiten Durchgang die Ideen, um das Bollwerk der Gäste zu knacken.

Schlechter hätte die Partie für die ohne die gelb-gesperrten Albert Streit und Özalan Alpay spielenden Kölner nicht beginnen können: Nach der ersten gelungenen Kombination der Gäste lenkte der zuletzt angeschlagene Sinkiewicz eine Flanke von Mehdi Mahdavikia vor dem einschussbereiten Sergej Barbarez ins eigene Netz. Auf das 50. Saisontor der Hanseaten antwortete der Tabellen-17. mit wütenden Attacken, zeigte dabei aber wenig Übersicht. Bei einem Handspiel von Boulahrouz (19.) im eigenen Strafraum forderten die FC-Spieler vergeblich einen Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Kurt Kircher (Rottenburg).

Die zweite Hälfte stand ganz im Zeichen der Kölner, die auch durch ein wenig Pech im Abschluss um den eigentlich verdienten Ausgleich kamen. Ihre bis dahin beste Szene hatten die Rheinländer bei einem Kopfball von Markus Feulner (69.), der das Ziel knapp verfehlte. Anschließend verpassten Podolski aus kurzer Distanz (71.) und Carsten Cullmann per Kopfball das mögliche 1:1. Danach rettete HSV-Keeper Sascha Kirschstein gegen Patrick Helmes (76.). Auf der Gegenseite hatte der für Benjamin Lauth eingewechselte Naohiro Takahara (64.) kurz zuvor die endgültige Entscheidung für den HSV vergeben. (tso/dpa)

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