• Fußball-Bundesliga: Nach Okazaki-Transfer: Heidel warnt vor Konkurrenz aus England

Fußball-Bundesliga : Nach Okazaki-Transfer: Heidel warnt vor Konkurrenz aus England

Vereine der Premier League zahlen in der Woche soviel Gehalt wie Vereine der Fußball-Bundesliga im Monat - sagt Mainz-05-Manager Christian Heidel.

Mainz-Manager Christian Heidel fürchtet die Konkurrenz aus der Premier League: "England ist unsere neue Konkurrenz. Die Clubs dort zahlen ihre Gehälter pro Woche, wir pro Monat. Aber die Beträge sind die gleichen."
Mainz-Manager Christian Heidel fürchtet die Konkurrenz aus der Premier League: "England ist unsere neue Konkurrenz. Die Clubs dort...Foto: dpa

Mainz-05-Manager Christian Heidel sieht in der wachsenden Finanzkraft englischer Fußball-Clubs vor allem eine Gefahr für kleinere der Fußball-Bundesliga. „England ist unsere neue Konkurrenz. Die Clubs dort zahlen ihre Gehälter pro Woche, wir pro Monat. Aber die Beträge sind die gleichen“, sagte Heidel in einem Interview der Zeitung „Die Welt“ (Samstag).

Bestes Beispiel ist für ihn der Wechsel des Mainzer Stürmers Shinji Okazaki in die Premier League. „Ein Club wie Leicester City ist nun in der Lage, den besten Spieler von Mainz ohne Probleme zu verpflichten. Shinji Okazaki wird demnächst 30, hat nur noch ein Jahr Vertrag, und der Club ist trotzdem dazu bereit, eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich zu bezahlen“, erklärte der 52-Jährige.

Hintergrund dieser Entwicklung ist ein neuer Fernsehvertrag, der den englischen Vereinen ab 2016 allein für die Inlandsvermarktung knapp sieben Milliarden Euro einbringt. „Mainz 05 hatte bis vor ein, zwei Jahren eigentlich überhaupt keine Kontakte nach England. Mittlerweile aber haben wir für jedes Heimspiel mindestens zehn Anfragen von Premier-League- und Championship-Klubs“, sagte Heidel.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat bereits auf den neuen TV-Vertrag der Premier League reagiert. Die Bundesliga will die bislang fünf Anstoßzeiten von der Saison 2017/18 auf sieben erweitern. Beschlossene Sache ist das längst nicht, allerdings hat die DFL diesen ersten Vorschlag für die Vergabe der milliardenschweren Medienrechte dem Bundeskartellamt vorgelegt. Mehr zu den DFL-Plänen erfahren Sie hier. (mit dpa)

(dpa)

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