2:1-Sieg über Dänemark : Deutschland als Gruppensieger im Viertelfinale
17.06.2012 23:34 UhrBei Einlaufen von Fußballmannschaft auf den Rasen gibt es zwei begehrte Positionen. Die Erste, sie ist dem Mannschaftskapitän vorbehalten, und die Position am Ende der Kette. Dort laufen stets besondere Fußballer ein. Solche, die einen ganz speziellen Wert besitzen. Bei den Deutschen besetzt sie seit einer kleinen Ewigkeit Lukas Podolski. Am Sanstag lief er in Lemberg zum 100. Mal für Deutschland auf. Der 27 Jahre alte Kölner schoss zwar Deutschland auch in Führung, doch das Siegtor zum 2:1 (1:1) über die starken Dänen schoss Lars Bender, in seinem erst neunten Einsatz für Deutschland.
Für die deutsche Mannschaft war es seit dem WM-Halbfinale 2010 der 15. Sieg im 15. Pflichtspiel und es war das erste Mal überhaupt, dass Deutschland bei einer EM-Endrunde drei Siege in der Vorrunde gelungen sind. Damit erreicht das Team als Erstes der Gruppe B das Viertelfinale, wo es am Freitag in Danzig auf den Zweiten der Gruppe A, auf Griechenland, trifft.
Die rund 15.000 deutschen Fans hatten gleich zu Beginn des Spiels den Jubel auf den Lippen. Doch sowohl in der zweiten als auch in der sechsten Minute scheiterte Thomas Müller denkbar knapp. Bei ersten Mal war der Münchner nach einer Flanke von Sami Khedira in Position gekommen, beim zweiten Mal war er von Podolski bedient worden, beide Male aber war Dänemarks Torwart auf der Hut.
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Das Spiel schien seinen Lauf zu nehmen, vor allem als Podolski nach einem Querpass vom emsigen Müller und einem leichten Hackenkick von Mario Gomez nach knapp 20 Minuten mit einem strammen Rechtsschuss die Führung erzielte. Es war sein 44. Tor für Deutschland.
Bildergalerie: So feiern die deutschen und dänischen Fans
Doch es dauerte nur fünf Minuten, da glichen die Dänen, die schon Holland bezwungen hatten, aus. Nach einer Ecke auf den hoch gewachsenen Nicklas Bendtner, der den Ball zurück ins Zentrum köpfte, kam Michael Krohn-Dehli seinerseits ungehindert zum Kopfball, Torwart Manuel Neuer war ohne Chance.
Für den nach zwei Gelben Karten gesperrten Jerome Boateng hatte sich Joachim Löw für Lars Bender als rechter Verteidiger entschieden. Der 23 Jahre alte Leverkusener hat auf dieser Position zwar erst 16 Bundesligaminuten auf dieser Position gespielt, aber von solch statistischen Werten lässt Löw sich nicht leiten, es sollte sich noch auszahlen.
Am unerfahrenen Lars Bender lag es nicht, dass die Deutschen mit den Dänen ziemliche Mühe hatten. Bei großen Turnieren haben die Dänen bei zwei Siegen und einer Niederlage sogar eine positive Bilanz gegen Deutschland. Die letzte Niederlage schmerzte die Deutschen besonders, es war die im EM-Finale von 1992 in Göteborg.
Zeugnis in Bildern: Die deutschen Spieler in der Einzelkritik.
Und auch diesmal spielten die Dänen so, wie es Löw noch am Freitag befürchtet hatte. Aufsässig, hartnäckig und ohne Angst. Dass sich aber seine Mannschaft ab Mitte der ersten Hälfte kaum noch zwingende Torchancen erspielen konnte, wird Löw nicht gefallen haben. Einzig Sami Khedira war kurz vor dem Halbzeitpfiff zu einer Chance gekommen, doch er verzog aus Nahdistanz.














































































