Fußball-WM 2014 : Australien, Iran und Südkorea buchen Tickets

Joshua Kennedy erlöste Australien erst spät, auch Südkorea musste lange zittern. Neben den Favoriten qualifizierte sich nach Japan auch der Iran aus Asien für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Schuss ins Glück. Das Tor von Joshua Kennedy bringt AUstralien zur WM 2014.
Schuss ins Glück. Das Tor von Joshua Kennedy bringt AUstralien zur WM 2014.Foto: dpa

Australien mit dem deutschen Trainer Holger Osieck, Dauergast Südkorea und der Iran haben sich nach Japan als Vertreter Asiens für die Fußball-WM 2014 in Brasilien qualifiziert. Das Team von Down Under buchte sein Ticket am Dienstag in Sydney dank eines späten Treffers von Ex-Bundesligaprofi Joshua Kennedy (83.) beim 1:0 (0:0)-Zittersieg gegen Irak. Japan hatte sich bereits vor zwei Wochen den Sieg in der Gruppe A gesichert.

Das überraschende 1:0 (0:0) für die Gäste aus dem Iran reichte in Ulsan auch Südkorea zur achten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft nacheinander. Leidtragender in der Gruppe B war Usbekistan, das nach dem 5:1 (0:1) gegen Katar nur zwei Tore zum erstmaligen Sprung zur WM fehlte. Für die ehemalige Ex-Sowjetrepublik bleibt damit der Gang in die Playoff-Spiele. Der Sieger der Duelle gegen Jordanien oder Oman am 6. und 10. September trifft im November auf einen Vertreter aus Südamerika.

Im strömenden Regen von Sydney rannte Trainer-Routinier Osieck glückselig über den Rasen und herzte seine WM-Helden. 23 Jahre nach dem Titelgewinn als Assistent von Franz Beckenbauer führte der 64-Jährige Australien nach Brasilien und bewies ein goldenes Händchen. Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung erlöste Kennedy die Fans der Socceroos und machte die dritte WM-Teilnahme in Serie perfekt. „Es war eine sehr schwierige Qualifikation, aber wir haben es in den letzten drei Spielen geschafft“, sagte Osieck. „Ich freue mich einfach für die Jungs und die Fans. Es war ein kompliziertes Spiel.“ Nach einer langen Zeit schwachen Vorstellung der Australier zeigte Kennedy in einer packenden Schlussphase völlig freistehend keine Nerven. „Jesus rettet“, jubelte der „Sydney Morning Herald“ in seiner Internetausgabe über den 30-Jährigen, der inzwischen seine charakteristische Langhaarfrisur gestutzt hat: „Kennedy besiegelt als Erlöser den World Cup Platz“.

Der Iran durfte sich bei seinem Torschützen Reza Ghoochannejhad (60.) sowie dem überragenden Keeper Rahman Ahmadi für die vierte WM-Teilnahme bedanken. Immer wieder waren die Südkoreaner vergeblich auf das gegnerische Tor angestürmt, nach Schlusspfiff schwenkten die stolzen Gäste die grün-weiß-rote Flagge auf dem Spielfeld.

Das Heimteam musste hingegen zunächst noch zittern, erst nach bangen Momenten folgte die erlösende Nachricht aus Taschkent. Dort lag Usbekistan bis zur 60. Minute durch den Gegentreffer durch Abdulqadir Ilyas (37.) zurück. Bachidor Nassimow (60./74.), Oleg Sotejew (72.), Odil Achmedow (87.) und Ulugbek Bakajew (90.+1) drehten zwar die Partie, dennoch reichte auch die späte Leistungssteigerung nur denkbar knapp nicht mehr zur Sensation. (dpa)

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