4:3 gegen Ägypten beim Confed-Cup : Brasilien verhindert Blamage in letzter Minute

Bei seinem Confed-Cup-Auftakt schafft Favorit Brasilien erst in der Nachspielzeit durch einen Elfmeterteffer von Superstar Kaká den 4:3-Sieg gegen Außenseiter Ägypten.

Confed Cup 2009 - Brasilien-Ägypten 4:3
Dem Himmel sei Dank. Elfmeterschütze Kaká.Foto: dpa

Millionen-Mann Kaká hat Brasilien vor einem bösen Erwachen beim Confederations Cup bewahrt. Mit einem Handelfmeter-Tor in der Nachspielzeit sorgte der 65-Millionen-Einkauf von Real Madrid am Montag in Bloemfontein für den glücklichen 4:3 (3:1)-Erfolg des Rekord-Weltmeisters und Titelverteidigers gegen Ägypten und verhinderte damit den ersten Paukenschlag der Mini-WM in Südafrika.

Zuvor hatte der vor allem in der Abwehr sorglos agierende Mitfavorit in seinem Auftaktmatch eine 3:1-Führung verspielt, die vor 25 000 Zuschauern im halbvollen Free-State-Stadium Kaká (5.) Luis Fabiano (12.) und Juan (37.) herausgeschossen hatte. Für den unter Wert geschlagenen Afrika-Meister, bei den Ahmed Al Muhammadi (90.) vor dem spielentscheidenden Elfmeter Rot sah, trafen der überragende Dortmunder Mohamed Zidan (9./55.) und Mohamed Shawky (54.).

Bei strahlendem Sonnenschein entwickelte sich auf gut bespielbarem Platz sofort ein munteres Match, in dem der Turnier-Mitfavorit gleich nach der ersten glänzenden Aktion in Führung ging. Das künftige Real-Madrid-Ass Kaká tanzte auf Daniel Alves' Zuspiel zwei Gegenspieler aus und überwand Essam Al Hadari im ägyptischen Tor gekonnt. Nach dem erhofften frühen 1:0 agierten die Südamerikaner jedoch vor allem in der Hintermannschaft um Bayern Münchens Lucio und den Ex-Leverkusener Juan zu sorglos - und wurden prompt durch den präzisen Kopfball des emsigen Dortmunders Zidan bestraft. Damit war zugleich das erste Tor eines Bundesliga-Legionärs bei dieser Mini-Weltmeisterschaft perfekt.

Gegen die sich tapfer wehrenden Afrikaner, die sich viel stärker als tags zuvor Neuseeland beim 0:5 gegen Spanien präsentierten, zogen die Selecao-Stars in der Folge wieder das Tempo an, aber ohne dabei auf volle Touren zu kommen. Dafür nutzten sie bei Standardsituationen konsequent die Schwächen des sechsmaligen Afrika-Champions aus: Nach ruhenden Bällen und präzisen Hereingaben von Elano bauten Fabiano und Juan mit ihren sehenswerten Kopfbällen die Führung zur Pause aus.

Nach dem Seitenwechsel nahm die rasante Begegnung allerdings eine völlig unverhoffte Wende. Der hohe Favorit konnte die Nachlässig- und  Schlafmützigkeit in seiner nahezu körperlos agierenden Defensive einfach nicht ablegen und erhielt dafür durch den Doppelschlag von Shawky und Zidan die Quittung. Und da der Außenseiter, euphorisiert durch die plötzliche Chance nun fast brasilianisch aufspielte und gegen die ausgelaugt wirkende wirkliche „Selecao“ an der Sensation kratzte, war in der Arena sofort die Hölle los. Nachdem Al Muhammadi einen Lucio-Schuss mit der Hand auf der Linie geklärt hatte und die Rote Karte sah, ließ sich Kaká die Riesenchance zum Sieg nicht nehmen.

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