WM-aktuell : Spiele des Tages

Heute streiten die Überrraschungsteams Paraguay und Japan um den Einzug ins Viertelfinale. Am Abend kommt es zum Aufeinandertreffen der Iberer - Spanien trifft auf Portugal.

Portugals Hoffungsträger: Cristiano Ronaldo
Portugals Hoffungsträger: Cristiano RonaldoFoto: dpa

PARAGUAY – JAPAN

Achtelfinale, Loftus-Versfeld-Stadion Pretoria, 16.00 Uhr, live bei ARD und Sky, Schiedsrichter: Frank de Bleeckere (Belgien)

Von Toyota wissen wir seit langem: Nichts ist unmöglich. Jetzt wiederholt Honda den Slogan. Keisuke Honda, der Fußballstar Japans, sagt: „Ich möchte den Japanern zeigen, dass nichts unmöglich ist.“ Scheint so, als wäre die Botschaft in den Jahren vorher nicht so richtig verinnerlicht worden. Die Fußballer Japans sind aber imstande, dies zu ändern. Nach den engagierten Auftritten der Vorrunde fühlte sich selbst Südkoreas Präsident Lee Myung-Bak bewogen, dem ehemaligen Kriegsgegner Japan beste Wünsche für das Spiel gegen Paraguay zu übermitteln.

Paraguays Spieler erreichten zwar als Gruppenerster das Achtelfinale, zogen sich aber beim letzten Gruppenspiel (0:0 gegen Neuseeland) den Zorn des Trainers zu. „Wir müssen uns erheblich steigern, wenn wir weiter kommen wollen“, grollte Gerardo Martino, dem Victor Caceres aufgrund einer Gelbsperre fehlt. Dafür sind allerdings Nelson Valdez und Antolin Alcarez wieder fit. Letzterer soll die ohnehin schon gut stehende Defensive Paraguays verstärken, bei Japan wird Coach Takeshi Okada wohl bei dieser WM zum vierten Mal in Folge die gleiche Startelf auf den Rasen schicken.

SPANIEN – PORTUGAL

Achtelfinale, Green-Point-Stadion, Kapstadt, 20.30 Uhr, live bei ZDF und Sky, Schiedsrichter: Hector Walter Baldassi (Argentinien)

Taktik, Aufstellung, Spielweise: Spanien ist davon überzeugt, den richtigen Fußball mit der richtigen Mannschaft zu spielen. Im Gegensatz zu vielen anderen Trainern bei dieser Weltmeisterschaft vertraut Spaniens Coach Vicente del Bosque fast immer denselben Spielern – es gibt ja auch kaum einen Grund, es nicht zu tun.

Die Viererkette aus Sergio Ramos, Carles Puyol, Piqué und Joan Capdevila ist genauso gut aufeinander eingestellt wie die Angreifer Fernando Torres und David Villa. Im Mittelfeld wirbeln Xavi und Andres Iniesta vor den defensiveren Sergio Busquets und Xabi Alonso. Letzterer leidet allerdings an einer Knöchelverletzung und könnte gegen Portugal ausfallen, Cesc Fabregas oder der 21-jährige Javier Martinez von Athletic Bilbao könnten für ihn in die Startelf rücken. "Ich bin vorbereitet. Es wäre eine riesige Chance für mich", sagt Martinez. Spanien muss sich steigern, nach dem letzten Gruppenspiel gegen Chile schimpfte "El País", es sei "eine Folter" gewesen.

Gegen Portugal könnte es vor lauter Spannung erneut eine Folter werden für die spanischen Fans. Beide Teams haben enormen Respekt voreinander, Vicente del Bosque schätzt Portugal gar als "einen der schwersten Gegner bei dieser WM" ein. Das letzte Duell der beiden alten Rivalen datiert aus dem Jahr 2004. Damals gewann Portugal bei der Europameisterschaft mit 1:0 – Spanien musste anschließend nach Hause fahren, Portugal stürmte bis ins Finale.

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