Sport : Ganz weit draußen

Falls es noch einen besonders kühnen Fan von Alba Berlin gab, der in der vergangenen Woche ein paar Euro auf das Weiterkommen seiner Mannschaft in der Euroleague gewettet hat, kann dieser seine Wettschulden nun begleichen. Seit gestern ist die Zwischenrunde für den Deutschen Basketballmeister auch rechnerisch außer Reichweite. Alba Berlin verlor beim Tabellenführer Benetton Treviso 71:100 (40:48) und liegt drei Spieltage vor dem Ende der Vorrunde mit drei Siegen und acht Niederlagen aussichtlos hinter dem vierten Platz zurück, der zur Qualifikation reichen würde. Der Tabellenvierte Efes Istanbul, der gegen Slask Wroclaw 63:51 gewann, steht drei Siege vor Alba Berlin und liegt auch im direkten Vergleich besser. Die Berliner, die in der Bundesliga nur den dritten Rang belegen, müssen sich nun um die Titelverteidigung in Deutschland kümmern. Was schwer genug wird.

In der zweiten Halbzeit hatte Alba Berlin bei Benetton Treviso ein Debakel erlebt. Schon kurz nach der Pause gab sich Alba auf, verlor das dritte Viertel mit 10:28 und hatte im letzten Abschnitt zeitweise 32 Punkte Rückstand auf Treviso. Nur in der ersten Halbzeit hielt das Team noch einigermaßen mit dem Tabellenführer der Gruppe A mit, doch 14 Ballverluste waren schon zur Pause für einen 40:48 Rückstand verantwortlich. Aufbauspieler Derrick Phelps kommt nach seiner Polypen-Operation noch nicht in Form. Mario Stojic (19 Punkte) und Bostjan Nachbar (18), die beiden 21-Jährigen der Italiener, waren die Topscorer einer Partie, in der Alba Berlin enttäuschte. Dejan Koturovic mit 17 Punkten und Wendell Alexis mit 15 Punkten zeigten noch die größte Gegenwehr. In den noch ausstehenden drei Euroleague-Spielen gegen Wroclaw, Malaga und Charleroi kann Alba Berlin nun für die Bundesliga üben.

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