Sport : Ganz weit nach vorn

Alois Vogl schafft im Slalom das beste deutsche Resultat seit 1998

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Flachau (dpa). Die deutschen Männer kommen beim Slalom allmählich in Schwung. Gestern erreichte Alois Vogl beim WeltcupRennen im österreichischen Flachau sogar eine kleine Sensation. Mit Platz sechs schaffte der 31-Jährige das beste Slalom-Ergebnis der deutschen Skifahrer seit sechs Jahren. Dabei war der Fahrer aus Lohberg im ersten Durchgang nur auf Platz 30 gelandet. Mit Bestzeit im zweiten Lauf fuhr Vogl dann noch weit nach vorn.

„Ich bin sehr zufrieden. Das war ein Lauf, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Es ist bald noch mehr drin“, sagte Vogl. Der deutsche Cheftrainer Werner Margreiter war von Vogls Leistung angetan. „Er hat allen gezeigt, dass er ein Bomben-Skifahrer ist“, sagte der Österreicher Margreiter. Vogl lag mit 1:43,50 Minuten 1,26 Sekunden hinter dem Finnen Kalle Palander. Der überragende Slalomfahrer in diesem Winter gewann in 1:42,24 Minuten vor dem Österreicher Manfred Pranger (1:42,78) und Giorgio Rocca aus Italien (1:42,80).

„Ich bin für das Schwitzen belohnt worden“, sagte Vogl. Nach einer langwierigen Darmentzündung, Rückenbeschwerden und einer Grippe hatte er von April bis November vergangenen Jahres fast gar nicht trainieren können. So hatte Cheftrainer Margreiter gute Platzierungen auch erst für den Januar angekündigt. „Dabei liegt ihm der Hang in Flachau gar nicht so“, sagte Margreiter. Zuletzt war Vogl 1998 im Slalom von Kitzbühel auf den sechsten Platz gefahren. Für die hart kritisierten deutschen Männer war es die dritte Top-Ten-Platzierung des Winters. Vogl gehörte zu den Fahrern, die vor der Saison 10 000 Euro Kaution an den Deutschen Skiverband (DSV) zahlen mussten. Diese Summe bekommen sie nur zurück, wenn sie am Saisonende unter den besten 15 liegen.

Bei den Frauen hat Hilde Gerg mit Platz fünf im Super-G von Megeve ihre gute Form bestätigt, den erhofften Podestplatz aber verpasst. „Es war heute mehr drin. Ich bin in ein, zwei Kurven zu brav gefahren, das hat sich gerächt“, sagte Gerg. In 1:25,62 Minuten hatte die 28-Jährige 0,64 Sekunden Rückstand auf Siegerin Alexandra Meissnitzer.

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