Gegen Bayreuth : Alba muss ohne Traoré auskommen

Ohne ihre stärkste Waffe: Die Basketballer von Alba Berlin müssen am Samstag gegen Bayreuth auf den verletzten Ali Traoré verzichten.

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Unbewaffnet gegen Bayreuth: Alba muss ohne Ali Traoré auskommen.
Unbewaffnet gegen Bayreuth: Alba muss ohne Ali Traoré auskommen.Foto: dpa

Die Stimmung ist angespannt bei Alba Berlin, berichtet Mithat Demirel, aber das muss auch so sein. „Wenn nach Niederlagen gute Stimmung wäre, würde etwas nicht stimmen“, erklärt der Sportdirektor. Die Berliner Basketballer hatten gegen Trier auf unerklärliche Weise zum dritten Mal in dieser Saison ein Heimspiel in der Bundesliga verloren. Und vor dem letzten Spiel der Hauptrunde am Sonnabend in der Arena am Ostbahnhof gegen BBC Bayreuth (20 Uhr) dürfte die Nachricht vom Freitag auch nicht gerade stimmungsfördernd gewesen sein: Centerspieler Ali Traoré fällt mit einem Knorpelschaden im Knie mindestens bis Saisonende aus.

„Er hat uns offensiv viel gegeben“, sagt Demirel. „Er war eine Waffe im Angriff, auch wenn er noch nicht fit war.“ Und allzu viele Waffen in der Offensive hatten die Berliner in den letzten Wochen nicht. „Das heißt aber nicht, dass wir aufgeben“, erklärt der Sportdirektor. Die Berliner haben in dem Spanier Albert Miralles zwar noch einen weiteren Centerspieler zur Verfügung, doch zufrieden waren die Berliner in dieser Saison nicht mit ihm. Sonst wäre Ali Traoré im Frühjahr nicht nachverpflichtet worden.

Gegenwärtig sieht es nicht danach aus, als würden die Berliner ihr nach dem Pokalsieg formuliertes Saisonziel Meistertitel auch erreichen können. Zu schwach waren die Vorstellungen in der Bundesliga in den letzten Spielen vor den Play-offs. Die Berliner müssen am Sonnabend sogar noch um Platz fünf kämpfen. Verliert Alba wie im Hinspiel erneut gegen die nicht mehr abstiegsgefährdeten Bayreuther und gewinnt Artland gegen Trier, rutschen die Berliner noch auf Rang sechs ab.

Als Fünfter spielen die Berliner in den Play-offs gegen den Viertplatzierten FC Bayern München, als Sechster gegen Ulm. „Die letzten Wochen haben gezeigt, dass es relativ egal ist, gegen wen wir spielen“, sagt Mithat Demirel, „ob Trier oder der FC Bayern, wenn wir nicht das spielen, was wir können, haben wir gegen jeden Probleme.“ Wenn aber der Play-off-Gegner relativ egal ist, dann auch der Ausgang des Spiels am Sonnabend? „Nein“, sagt Demirel, „Siege sind immer wichtig, dann wird die Stimmung besser.“

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