Gladbach profitiert : Hannover verliert nach drei Eigentoren 3:5

Nach einem verrückten Spiel mit drei Hannoveraner Eigentoren - zwei davon erzielte Haggui - hat sich Borussia Mönchengladbach im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga festgesetzt.

Mönchengladbach - Karim Haggui konnte nicht anders. Er musste einfach lachen. Lachen über sich und sein eigenes Ungeschick. Es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit in der Bundesliga- Begegnung zwischen Borussia Mönchengladbach und Hannover 96, als dem Innenverteidiger der Niedersachsen ein letzter Fehler unterlief. Haggui grätschte weit vor dem eigenen Strafraum in einen Pass der Gladbacher und lenkte den Ball an seinem Torhüter Florian Fromlowitz vorbei ins Netz. Es war bereits das zweite Eigentor für Haggui an diesem Nachmittag. Und das dritte für seine Mannschaft. Drei Spiele hatte 96 überhaupt nicht getroffen, „jetzt haben wir sechs Tore geschossen und trotzdem verloren“, sagte Hannovers Trainer Andreas Bergmann. 5:3 (2:1) hieß es für die Gladbacher nach einem kuriosen und historischen Spiel. Nie zuvor in der Bundesliga hat eine Mannschaft in einem Spiel drei Eigentore erzielt.

Gleich der erste Treffer für die Borussen fiel mit Hilfe der Gäste. Fromlowitz grätschte außerhalb des Strafraums in einen langen Pass, traf seinen Kollegen Haggui am Knie, und von da flog der Ball ins Tor. Nach zwei normalen Treffern durch Rob Friend für Gladbach und Didier Ya Konan zum 2:1-Pausenstand wurde es noch skurriler. Constant Djakpa kam unbedrängt vor dem eigenen Strafraum an den Ball, wollte auf die andere Seite passen und zirkelte den Ball an Fromlowitz vorbei ins Tor. Der Treffer überforderte auch Trainer Bergmann: „Ich war ebenso sprachlos wie gedankenlos.“

Nach dem 4:1 durch einen Freistoß von Michael Bradley sah die Borussia wie der sichere Sieger aus, doch Ya Konan verkürzte 20 Minuten vor Schluss erneut. Ohne den Ivorer, der mit Gelb-Rot vom Platz musste, gelang Hannover sogar der Anschlusstreffer – durch ein halbes Eigentor der Borussen. Jean-Sébastien Jaurès dribbelte durch den eigenen Strafraum, und beim Versuch zu klären, schoss er Hannovers Verteidiger Christian Schulz an, von dessen Fuß der Ball zum 3:4 ins Netz flog. Es wurde noch einmal spannend, doch Hannovers letztes Tor fiel dann wieder auf der falschen Seite. Tsp

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