Gladbach - Stuttgart 1:2 : Brouwers' Schuss geht nach hinten los

Borussia Mönchengladbach unterliegt dem VfB Stuttgart mit 1:2, weil der torgefährliche Verteidiger Roel Brouwers trifft - allerdings ins eigene Tor.

von
Gladbachs Roel Brouwers traf mal wieder - aber ins eigene Netz.
Gladbachs Roel Brouwers traf mal wieder - aber ins eigene Netz.Foto: dpa

Mönchengladbach - Roel Brouwers starrte missmutig auf sein rechtes Bein, gerade so, als wollte er seine Unglücksszene beim 1:2 (1:1) gegen den VfB Stuttgart dadurch ungeschehen machen. Voller Eifer war der Defensivexperte von Borussia  Mönchengladbach, erst bei Halbzeit für den angeschlagenen Tony Jantschke auf Feld gekommen, nach 72 Minuten in eine Flanke von Zdravko Kuzmanovic gesprungen. Mit ausgestrecktem rechten Bein – und mit Folgen. Der Ball segelte von Brouwers Schienbein über Schlussmann Marc-André ter Stegen an die Unterkante der Latte und von dort ins Tor. Der unglückliche Brouwers kommentierte die entscheidende Szene zerknirscht: „Ich wollte den Ball blockieren, aber dann springt er mir ans Schienbein.“ Dann fügte er lapidar hinzu: „Sieht scheiße aus.“ Gladbachs Sportdirektor Max Eberl sah das ähnlich. „Es war ein Duell auf Augenhöhe. Und es ärgert einen sehr, wenn man dann so verliert."

Dabei hatte es gegen den VfB eigentlich bestens begonnen für die Gladbacher. Nicht zuletzt dank der Gäste, die sich das Treiben erst mal in Ruhe hatten anschauen wollen, war die Mannschaft von Trainer Lucien Favre rasch im Spiel und nach sieben Minuten in Führung. Stuttgarts Innenverteidiger Serdar Tasci hatte den Ball bei einer Flanke in die Mitte geköpft, der Ball fiel Borussias Abwehrchef Martin Stranzl vor die Füße, und der traf aus 22 Metern.

Doch schon eine Minute später fiel der Ausgleich. Martin Harnik gewann ein Kopfballduell mit Oscar Wendt und traf für den VfB Stuttgart. Sehr zum Ärger von Favre. Der nörgelte nach dem Spiel: „Wir haben zu früh das 1:1 kassiert.“ Zumal Brouwers, der unmittelbar nach der Pause noch einen Kopfball von Christian Gentner auf der Torlinie geklärt hatte, dann auch noch die Hoffnungen auf zumindest ein Unentschieden zunichte machte.

„Es war ein taktisch geprägtes Spiel“, sagte Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia und stellte dann noch beiläufig, aber trotzdem deutlich genug klar, dass er Fachmann ist. „Eine Kleinigkeit hat die Partie entschieden. Aber dass es so kommen würde, habe ich ja vor dem Anpfiff schon erklärt.“ Andreas Morbach

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben