Sport : Glinker bleibt zu Hause

Höttecke vertritt Unions grippekranken Torwart.

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Berlin - Das mit Jan Glinker hätte der 1. FC Union gern unter der Decke gehalten. Unter einer wärmenden Decke, wie sie der Torhüter des 1. FC Union in diesen Tagen dringend braucht – so dringend, dass er die Reise heute zum Spiel heute beim VfL Bochum (13 Uhr) gar nicht erst antreten konnte. Für ihn wird Marcel Höttecke das Tor des Fußball-Zweitligisten hüten.

Jan Glinker ist einer von vielen grippegeplagten Unionern. Stürmer John Jairo Mosquera quälte sich mit Schal und Mütze in der S-Bahn zum Arzt und hustete mit seiner Ehefrau um die Wette. Auch er blieb zu Hause. Bereits am vergangenen Wochenende waren Christoph Menz und Silvio beim 4:0-Sieg gegen Dynamo Dresden ausgefallen. Beide konnten unter der Woche zwar wieder trainieren, sind aber noch nicht hundertprozentig fit. „Das wird bei der Aufstellung eine Rolle spielen“, sagt Unions Trainer Uwe Neuhaus, der nach Möglichkeit nur eine gesunde Mannschaft auf den Platz schicken will. Im Kader werden beide aber definitiv stehen. Anders als Mittelfeldspieler Michael Parensen, der wie Glinker das Bett hüten musste. Dass Parensen heute spielen kann, ist laut Neuhaus ausgeschlossen.

Dabei hatte es am vergangenen Wochenende noch so ausgesehen, als ob Unions Trainer vor dem heutigen Spiel in Bochum einige schwere Entscheidungen zu treffen hätte. Silvio und Menz sind also wieder dabei, dazu kehrt Kapitän Torsten Mattuschka nach seiner Gelb-Rot-Sperre ins Team zurück. Sie alle sind normalerweise unumstrittene Stammspieler beim Berliner Zweitligisten, doch wen hätte Neuhaus nach dem so überzeugenden 4:0 gegen Dresden aus dem Team nehmen sollen?

Das mit dem zuletzt starken Torhüter Glinker kommt Neuhaus denkbar ungelegen. Aber sonst sind durch die Grippewelle und die dadurch bedingten Ausfälle von Parensen und Mosquera schon mal zwei Entscheidungen abgenommen worden. Auch bei Torsten Mattuschka und seinem Vertreter Tijani Belaid muss es nicht zwangsläufig auf eine Entweder-oder-Entscheidung hinauslaufen. Neuhaus könnte sich auch beide zusammen hinter Simon Terodde als einzigen Stürmer vorstellen. „Das ist eine Möglichkeit“, sagte Unions Trainer.

In der Verteidigung muss Neuhaus im dritten Spiel nach der Winterpause das dritte Innenverteidiger-Duo aufstellen. Parensens Platz neben Christian Stuff wird wohl Menz einnehmen.

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