Glosse : Brügge sehen und...

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„Vielleicht ist genau das die Hölle. Den Rest der Ewigkeit im beschissenen Brügge zu verbringen.“ So spricht die Hauptfigur des Spielfilms „Brügge sehen... und sterben?“. Colin Farrell spielt einen Killer, der seinen letzten Auftrag verpatzt hat und nun in Belgien untertauchen muss. Es ist ein Abstieg aus der Eliteklasse seines Berufsstandes. Mit der Enge der mittelalterlichen Altstadt kann er nichts anfangen, sehnt sich nach der Rückkehr auf die große Bühne, aber weiß, dass er seine Chance verpatzt hat und es hier aushalten muss. Den Aufenthalt vertreibt er sich mit Drogenexzessen und der Bekanntschaft eines Liliputaners, der Pferdeberuhigungsmittel nimmt. Er ahnt nicht, dass die Versetzung nach Brügge ein Vorbote ist. Seine Zeit ist abgelaufen. Er will flüchten, setzt sich in einen Zug, doch der bringt ihn nur wieder zurück nach Brügge. Angeschossen und halluzinierend und brabbelnd wankt er durch die Straßen. Er weiß nun: Brügge ist die Endstation.

Christoph Daum ist seit heute Trainer beim FC Brügge. Doch das tut hier nichts zur Sache.

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