• Golf - British Open in Hoylake: Rory McIlroy führt, Martin Kaymer und Tiger Woods müssen kämpfen

Golf - British Open in Hoylake : Rory McIlroy führt, Martin Kaymer und Tiger Woods müssen kämpfen

Bei der 143. British Open spielt Martin Kaymer nicht um den Sieg mit, übersteht aber immerhin den Cut. Ganz vorn liegt Rory McIlroy, auf den am Wochenende aber einiges zukommen könnte.

So richtig gut läuft es für Martin Kaymer bei den British Open bisher nicht.
So richtig gut läuft es für Martin Kaymer bei den British Open bisher nicht.Foto: Reuters

Eine kurze Handbewegung, das war's. Das wichtige Birdie auf dem Schlussloch im Royal Liverpool Golf Club nahm der US-Open-Champion Martin Kaymer ganz cool hin. Dabei war es so wichtig. Der versenkte Putt aus einem halben Meter ermöglichte dem 29-Jährigen die Qualifikation für das Wochenende. Auch am zweiten Turniertag musste der erfahrene Golfprofi aus Mettmann auf dem Dünenplatz an der Nordwestküste Englands wieder gegen den böigen Wind ankämpfen. Am Ende errang er zumindest einen Teilerfolg.

Für Kaymer lief es bei der Open Championship aber noch nicht so richtig rund. Nach der 73er Runde zum Auftakt konnte er am Freitag in Hoylake noch keine Aufholjagd starten. Der zweimalige Ryder-Cup-Sieger spielte eine 72er Runde und lag zur Halbzeit mit insgesamt 145 Schlägen auf dem geteilten 43. Rang. Kaymer hatte damit bereits 13 Schläge Rückstand auf den Spitzenreiter Rory McIlroy (132), liegt aber immerhin noch einen Schlag besser als Tiger Woods, der mit einem späten Birdie gerade noch so den Cut schaffte. Der Nordire McIlroy dominierte die ersten beiden Tage der British Open und führte mit vier Schlägen vor Dustin Johnson aus den USA. McIlroy hatte aber auch das Glück, seine beiden 66er Runden bei fast Windstille zu spielen.

Der Wind machte Martin Kaymer ziemlich zu schaffen

„Wir haben bestimmt zwei, drei Schläge mehr auf der Karte als gestern“, sagte der bereits um 08.37 Uhr Ortszeit (09.37 Uhr MESZ) gestartete Kaymer zum Faktor Wind. „Von daher bin ich eigentlich ganz zufrieden.“ Über Nacht hatte der Wind über dem Par-72-Kurs an der Küste noch einmal deutlich zugenommen. Die teils heftigen Böen stellten gerade die Spieler mit den frühen Startzeiten vor Probleme. Am Nachmittag flaute es dagegen wieder ab.

Und die Wetteraussichten für den dritten Tag waren alles andere als gut: Ein drohendes Unwetter mit Sturm, Regen und Gewitter über England und Wales sorgte bei der British Open für ein Novum. Am Samstag sollte ab 09.00 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr MESZ) zum ersten Mal in der 143-jährigen Geschichte des traditionsreichen Turniers von zwei Spielbahnen - Loch eins und zehn - aus begonnen werden.

Kaymer begann die zweite Runde der mit 5,4 Millionen Pfund (6,8 Millionen Euro) dotierten Open Championship mit viel Selbstvertrauen. Mit drei Birdies auf den ersten fünf Spielbahnen gelang dem zweimaligen Ryder-Cup-Sieger ein hervorragender Start. Doch nach dem Abschlag an der Sieben verschwand der Ball des 29-Jährigen in einem dichten Ginsterbusch und er musste einen Strafschlag hinnehmen - am Ende wurde es ein Doppel-Bogey. Es folgten weitere Schlagverluste auf den Löchern acht, neun und 14. Mit den beiden Birdies an der 16 und 18 verbesserte er sein Ergebnis noch einmal.

Für Samstag sind Unwetter in Hoylake angekündigt

Vor allem der Schlaggewinn auf der 16. Spielbahn habe ihn „noch einmal richtig gepusht“. „Es ist immer schön, wenn du kämpfst und dich am Ende selbst belohnst. Ich gehe jetzt zuversichtlich in das Wochenende“, gab Kaymer einen vorsichtigen Ausblick auf die nächsten beiden Tage.

Nach der Runde musste der Fußball-Fan Kaymer erst einmal den unerwarteten Rücktritt seines Golffreundes und Nationalmannschafts-Kapitäns Philipp Lahm verarbeiten: „Ich bin ein bisschen schockiert“, gestand Kaymer, der auch am Freitag wieder mit den vier goldenen Sternen auf seinem Polo-Shirt spielte. „Er ist einer der weltbesten Abwehrspieler. Das finde ich sehr schade. Hinten war er eine sichere Bank, ein Führungsspieler und ein super-authentischer Spieler. So viele gute Abwehrspieler haben wir jetzt auch nicht in Deutschland, die den Platz einnehmen können. Ich rede noch einmal mit ihm“.

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