Sport : Große kleine Schwester

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Es war der große Tag der kleinenm Schwester. Aber darf man überhaut noch von einer kleinen Schwester reden? Serena Williams hat bei ihrem Turniersieg in Key Biscayne eindrucksvoll demonstriert, dass mit ihr zu rechnen ist. Im Viertelfinale demütigte sie Martina Hingis (6:4, 6:0), im Halbfinale ihre ältere Schwester Venus (6:2, 6:2), im Finale schließlich kämpfte die Amerikanerin ihre Landsfrau Jennifer Capriati mit 7:5, 7:6 (7:4) nieder. Höhere Hürden kann man auf dem Weg zu einem Turniersieg nicht nehmen. Dass Serena Williams die ersten drei der Weltrangliste nacheinander bezwang, verleiht ihrem verbalen Angriffsball noch mehr Druck. "Ich habe es am Anfang des Jahres ernst gemeint, dass mein Ziel die Nummer eins ist", sagte die 20-Jährige, "und mir ist es auch noch heute ernst damit."

Online-Gaming Spiel, Satz und Sieg: Der Pong-Klon von meinberlin.de An der Ernsthaftigkeit ihrer Mission zweifelt niemand mehr. Denn als die Außenseiterin gleich mehrmals mit dem Rücken zur Wand stand, verband sie Kampfgeist und Können mit einer bis dato nie gezeigten Nervenstärke. Jennifer Capriati hatte mit 5:4 im ersten Satz, 5:3 im zweiten Satz und 3:1 im Tiebreak geführt und sieben Satzbälle gehabt. Doch Williams wehrte sie allesamt bravourös ab und ebnete so den Weg zum überraschenden Triumph beim mit 2 860 000 Dollar dotierten Hartplatz-Turnier. Als die Weltranglistenzweite Capriati im Finale ihr Schicksal im Tiebreak mit einer verschlagenen Rückhand besiegelte, hüpfte Serena Williams vor Freude im Kreis. Sie hatte die Reifeprüfung endgültig bestanden. Es ist wieder neuer Schwung im Tennis.

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