Sport : Guter Abschluss

Eisbären schlagen Köln im letzten Spiel des Jahres 3:1

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Berlin – An Mimik und Gestik eines Trainers lässt sich oft der Verlauf eines Spieles ablesen. Allerdings nicht immer. Denn die Manier, in der gestern Hans Zach die Taten seiner Kölner Haie bei den Berliner Eisbären im Sportforum Hohenschönhausen verfolgte, ließ nicht auf eine Partie von besonderer Brisanz schließen. Mit für seine Verhältnisse stoischer Ruhe stand Zach auf der Kölner Mannschaftsbank – zumindest bis ins zweite Drittel hinein. Da nämlich wurden die Berliner doch so allmählich die spielbestimmende Mannschaft. Spätestens, nachdem Erik Cole mit seinem sehenswertem Sololauf das 2:1 für die Eisbären erzielt hatte. Die Führung gaben die Berliner anschließend vor 5000 Zuschauern nicht mehr ab, am Ende eines guten Eishockeyspiels siegten sie 3:1 (0:0, 2:1, 1:0).

Der Weg zum Erfolg gestaltete sich allerdings für die Eisbären anfangs recht mühsam. Und das lag nicht ausschließlich daran, dass neben den momentan fünf bei der U20WM in den USA beschäftigten Spielern auch noch Sven Felski wegen seiner Handverletzung ausfiel. Die als Ersatz aufgebotenen jungen Spieler wie etwa der 17-jährige Christoph Gawlik machten ihre Sache recht ordentlich. Vielmehr bereitete den Eisbären besonders im ersten, torlosen Drittel die konzentrierte Defensivarbeit der Kölner große Probleme. Das sah wohl auch Hans Zach so, der sich dann nach dem Kölner Führungstreffer durch den ehemaligen Eisbären-Stürmer Alex Hicks beruhigt zurücklehnte. Stefan Ustorf hatte mit einem Foul in der gegnerischen Zone ermöglicht, dass die Haie in Überzahl agieren durften.

Danach allerdings demonstrierten die Eisbären, dass ihr in dieser Saison lange Zeit nicht überzeugendes Powerplay-Spiel inzwischen doch ansehnlicher und vor allem erfolgreicher geworden ist. Micki Dupont traf in einer Überzahlsituation mit einem Schuss von der blauen Linie zum 1:1. Den Treffer durfte sich der erste Torschütze des Spiels von der Strafbank anschauen – Alex Hicks. Nur sechs Minuten nach dem Ausgleich brachte Erik Cole die Berliner mit einem gekonnten Schuss unter die Latte des Kölner Tores nach seiner schönen, schnellen läuferischen Demonstration in Führung. Die war zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Berliner Dominanz übrigens mehr als verdient.

Im letzten Drittel allerdings zitterten sich die Eisbären dann doch mehr über die Runden, als dass sie noch für spielerische Höhepunkte sorgten. Es änderte nichts mehr am Spielausgang, die Bemühungen von Hans Zachs Mannschaft waren einfach zu harmlos – und Oliver Jonas im Berliner Tor gestern zu gut. Denis Pederson schoss sieben Minuten vor Schluss noch bei einem der wenigen Berliner Angriffe im Schlussabschnitt das 3:1, und die Eisbären freuten sich wenig später über den dritten Sieg im dritten Saisonspiel gegen die Kölner Haie.

Es war ein guter Ausklang eines insgesamt doch erfolgreichen Jahres für die Berliner, die im April immerhin bis ins Finale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) kamen. In der Tabelle liegt das Team jetzt auf Platz drei – das ist die beste Platzierung in dieser Saison. Das Jahr 2005 beginnt für die Eisbären dann am 2. Januar mit einem Spiel beim Deutschen Meister des Jahres 2004, den Frankfurt Lions.

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