Hamburger SV : Beiersdorfer verteidigt Transferpolitik

Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer vom HSV kann keine Fehler in der Transferpolitik des Vereins erkennen. Die Wechsel seien unvermeidlich und Rückschläge dabei einkalkuliert gewesen.

Nürnberg - Dietmar Beiersdorfer von Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat die Transferpolitik des Vereins verteidigt. "Ich würde alles wieder so machen", sagte der 42-Jährige dem Fachmagazin "Kicker", und fügte hinzu: "Sie können davon ausgehen, dass wir uns Gedanken gemacht haben." Mittelfristig sei es eben manchmal besser, jemanden abzugeben.

Der HSV hatte sich nach seiner erfolgreichen Vorsaison von den vier Stammkräften Sergej Barbarez, Kapitän Daniel van Buyten, Khalid Bouhlarouz und Stefan Beinlich getrennt. Bislang hat die Mannschaft den Verlust aber noch nicht ausgleichen können. Der Vorjahresdritte wartet in der aktuellen Spielzeit noch auf den ersten Sieg und belegt momentan nur Platz 15.

"Wir hatten einkalkuliert, dass die neue Mannschaft etwas Zeit braucht", zeigte Beiersdorfer Verständnis für die augenblickliche Situation. Jedoch habe man mit nur drei Punkten aus vier Spielen und dem Aus im DFB-Pokal nicht gerechnet, gestand er ein. Die Ergebnisse hätten bereits jetzt schon besser sein müssen. Der Verein sei aber absolut überzeugt von jedem Einzelnen und vom Funktionieren des Kaders.

Allerdings nimmt Beiersdorfer die Mannschaft auch in die Pflicht: "Es kommt letztlich auf Intaktheit und Abgestimmtheit an. Die ist sicherlich noch zu steigern." Der Kollektivgedanke sei zuletzt in den Hintergrund geraten, kritisiert der Sportchef. "Wir haben den Spielern die Sinne geschärft, dass Eigenbelange zurückzustellen sind", sagte Beiersdorfer zum Inhalt einer Mannschaftsunterredung am Dienstag. Zudem könne man nicht nur von Pech reden. "Uns hat bisher auch der letzte Punch gefehlt."

Am kommenden Samstag (15:30 Uhr, live bei Arena) trifft der HSV in der AOL-Arena im prestigeträchtigen Nordderby auf Vizemeister Werder Bremen. Die Bremer hatten den Hamburgern am letzten Spieltag im direkten Duell noch den zweiten Platz weggeschnappt. (tso/ddp)

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