Hamburger SV : Hoffmann stellt sich hinter Doll

HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann hat Trainer Thomas Doll demonstrativ den Rücken gestärkt. Der Kader müsse sich eben erst finden. Kontraproduktiv sei allerdings die derzeitige Neiddiskussion um Spielergehälter.

Hamburg - Trainer Thomas Doll von Bundesligist Hamburger SV braucht sich trotz des enttäuschenden Saisonstarts keine Sorgen um seinen Job zu machen. "Ich kann mir kein Szenario der Bundesliga-Welt vorstellen, dass das Team, bestehend aus diesem Vorstand und Thomas Doll, in der nächsten Zeit auseinanderreißt", erklärte HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann in der "Sport-Bild". Der Tabellen-Dritte der Vorsaison wartet noch immer auf den ersten Sieg. Mit drei Unentschieden und einer Niederlage findet sich der HSV auf dem 15. Tabellenrang wieder. "Thomas Doll sollte sich nicht verändern. All die Dinge, die uns in der vergangenen Saison stark gemacht haben, sind weiterhin richtig", stärkte Hoffmann dem Trainer demonstrativ den Rücken.

Die Ergebnisse seien zwar nicht zufriedenstellend, sagte Hoffmann. Aber in der Führungsetage kenne man die Gründe dafür. "Wir haben einen erheblichen Umbruch im Kader vollzogen", sagte der HSV-Boss. Der Kader müsse sich nun erst finden. "Die Hierarchie ist noch nicht da wie im letzten Jahr." Mit Daniel van Buyten, Khalid Boulahrouz, Stefan Beinlich und Sergej Barbarez hatten den Verein vier wichtige Stamm- und Führungskräfte verlassen. Jede einzelne Entscheidung, diese Spieler gehen zu lassen, sei richtig gewesen, unterstrich Hoffmann. "Und ist es immer noch", hob er hervor.

Nach "Sport-Bild"-Informationen gibt es innerhalb der Mannschaft aber auch Neid-Probleme. Durchschnittliche Spieler würden mehr Geld verlangen. Spieler wie Thimothee Atouba oder David Jarolim seien mit ihrem Verdienst unzufrieden, schreibt die Zeitung. Der argentinische Neuzugang Juan Pablo Sorin bekommt laut "Sport-Bild" hingegen ein Topsalär von 3,7 Millionen Euro. Für den Vorstandschef kommt diese Entwicklung nicht unerwartet. "Wenn man den Schritt macht von einer durchschnittlichen Mannschaft zu einer ambitionierten in der 1b-Kategorie hinter den Top Ten Europas, ist es klar, dass neue Themen kommen. Es ist der Lauf der Dinge, dass sich das Gehaltsniveau erhöht", sagte Hoffmann. (tso/ddp)

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