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Hamburger SV : Magath sagt ab, Slomka neuer Favorit

Bert van Marwijk soll beim Hamburger SV auch am Samstag bei Eintracht Braunschweig auf der Bank sitzen. Danach allerdings steht die Zeichen auf Veränderung. Doch Felix Magath hat inzwischen abgesagt, wohl auch weil sich die HSV-Chefs auf einen anderen Trainer-Kandidaten verständigt haben.

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Felix Magath ist nur noch der Mann im Hintergrund für den HSV. Stattdessen stehen die Zeichen nun auf Mirko Slomka.
Felix Magath ist nur noch der Mann im Hintergrund für den HSV. Stattdessen stehen die Zeichen nun auf Mirko Slomka.Foto: Imago

Er verkniff sich jede Jubelpose, nicht das kleinste Zeichen von Zufriedenheit oder Genugtuung. Carl-Edgar Jarchow sagte am Donnerstagnachmittag lediglich: „Wir stehen zu unserem Wort. Herr van Marwijk wird die Mannschaft in Braunschweig betreuen.“ Damit wischte der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV eine nun beinahe einwöchige Dauerspekulation vom Tisch: Felix Magath wird nicht Trainer des HSV. Magath war zwar am Donnerstag in Hamburg – aber nur, um an der Podiumsdiskussion zum Thema „Schach macht schlau“ teilzunehmen.

Alle eifrigen Nutzer sozialer Netze, die von Mitfliegern oder zufälligen Flughafenbegegnungen erfahren hatten, dass Magath am Mittag in der Lufthansa-Maschine nach Hamburg saß, zogen daraus voreilig falsche Schlüsse. Doch Magath machte von sich aus einen Rückzug. „Teile des Aufsichtsrates, der Vorstand sowie die Initiatoren der Gruppe HSVplus haben sich gegen mich gestellt. Wie soll man mit solchen Voraussetzungen einen Verein erfolgreich durch den Abstiegskampf führen?“, schrieb der 60-Jährige auf seiner Facebook-Seite.

Doch sollte der HSV am Samstag in Braunschweig nicht gewinnen, wird van Marwijk wohl gehen müssen. Ein Sieg, sonst nichts, und Marwijk darf den HSV auch für die Partie gegen Borussia Dortmund anleiten. Bei weniger als drei Punkten im Stadion an der Hamburger Straße soll Mirko Slomka übernehmen. Auf den ehemaligen Trainer von Hannover 96, der dort vor wenigen Wochen entlassen wurde, sollen sich Vorstand und Aufsichtsrat geeinigt haben. Eine Einigung: Das wäre ja mal ein Anfang – auf dem Weg zum Klassenverbleib, den man diesem Team kaum noch zutrauen mag.

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