Handball : Füchse überraschen erneut

Die Berliner Füchse schlagen wieder zu und besiegen auch das Spitzenteam Nordhorn.

Hartmut Moheit

BerlinDen Überraschungssieg der Füchse Berlin in Göppingen scheinen die Handballer der HSG Nordhorn nicht so richtig ernst genommen haben. Und auch die Ankündigung ihres ehemaligen Teamkollegen Mark Bult nicht. „Für mich ist das schon ein besonderes Spiel, natürlich möchte ich gewinnen“, sagte der Holländer selbstbewusst vor dem Auftritt gegen Nordhorn. Doch schließlich trat der Tabellendritte beim Zehnten an, was sollte da schon groß schief gehen? Alles, wie die Nordhorner am Mittwochabend feststellen mussten. Mit 30:29 (18:13) gelang den Gastgebern tatsächlich der ersehnte Erfolg. Wer hätte das den Füchsen gegen dieses Bundesliga-Spitzenteam, den EHF-Cupsieger, zugetraut? Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel vielleicht, der immer an den Erfolg glaubt. „Das ist für mich eine unglaubliche Entwicklung, die wir zuletzt genommen haben.“

Nordhorns Trainer Ola Lindgren hingegen musste enttäuscht eingestehen: „Die Berliner haben besser gespielt als wir. Selbst die Pause hat uns nicht gerettet.“ Von der ersten Sekunde an agierte das Team von Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel derart abwehrstark, dazu im Angriff schnell und torgefährlich, dass Nordhorn kaum Zeit zum Atemholen blieb. Das Signal vor 5000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle ging wieder von Michal Kubisztal aus. Nach seinen 13 Toren von Göppingen strotzte er nur so vor Selbstvertrauen, und er riss sein ganzes Team mit, das wieder ohne Kjetil Strand und den Großteil des Spiels auch ohne Konrad Wilczynski auskommen musste.

Aber Kubisztal erzielte in der ersten Halbzeit acht seiner elf Tore. Und dann hatten die Füchse noch einen, den der Gegner nicht aufbieten konnte: Petr Stochl im Tor. Er trieb vor allem Weltmeister Holger Glandorf zur Verzweiflung, nur einen Treffer erlaubte er dem Linkshänder. 13:8 führten die Füchse zur Pause, erst beim 27:27 (53.) hatte die HSG den Ausgleich geschafft. Doch die Moral der Füchse hatten sie damit nicht gebrochen. Den Sieg ließen sie sich nicht mehr nehmen. 

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