Sport : Hansas Heimkomplex

In zwölf Spielen im Ostseestadion holte Rostock ganz elf Punkte

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Rostock (dpa). Über Hansa Rostocks Ostseestadion scheint ein Fluch zu liegen. „Es ist wie verhext, wir können zu Hause einfach nicht mehr gewinnen“, sagte Trainer Armin Veh nach dem 1:1 (1:0) gegen den VfL Bochum. Hansa verpasste mit dem vergeblichen Anlauf auf den dritten Heimsieg nicht nur die Chance, sich entscheidend aus der unmittelbaren Abstiegszone der Bundesliga zu verabschieden. Nach nur elf Punkten aus zwölf Heimspielen nahm sich die Mannschaft vielmehr in die Pflicht, die Auswärtsbilanz mit fünf Siegen ausbauen zu müssen.

Dabei wäre das gegen die Bochumer Rumpfelf, die sechs Stammspieler zu ersetzen hatte, nach dem ansehnlichen Beginn gar nicht nötig gewesen. Antonio Di Salvo schoss die Rostocker mit seinem ersten Saisontreffer verdient in Führung. „Das war wie eine Befreiung für mich“, sagte der monatelang verletzte Angreifer. Vier Minuten vor dem Wechsel legte Di Salvo sogar noch nach, aber sein zweiter Treffer fand wegen angeblichen Abseits keine Anerkennung. „Nach dem 2:0 hätten wir das Spiel wohl nicht mehr aus der Hand gegeben“, sagte der zu Unrecht zurückgepfiffene Schütze. „Wir können uns nicht darauf verlassen, dass wir immer auswärts punkten. Wir müssen auch unsere Heimspiele gewinnen“, sagte der Italiener. Für einen neuerlichen Anlauf bleibt aber noch Zeit, denn zuerst müssen die Rostocker in Dortmund und in Hannover spielen.

Derweil nehmen die Personalsorgen immer größere Ausmaße an. Peter Wibran, der sich gegen Bochum eine Verletzung im linken Oberschenkel zugezogen hatte, wird sich heute einer eingehenden Untersuchung unterziehen. „Danach wird über das weitere Vorgehen entschieden“, sagte HansaSprecher Axel Schulz. Sollte sich Wibrans Verletzung als schwerer herausstellen, droht für das Auswärtsspiel am Samstag beim Meister der sechste Ausfall. In René Rydlewicz (Muskelfaserriss), Gerd Wimmer (Oberschenkelverletzung), Rade Prica (Rot-Sperre), Jochen Kientz (Aufbautraining) und Kevin Hansen (Knöchelbruch) war schon gegen Bochum ein Quintett nicht einsatzfähig.

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