Sport : Harmonischer Ausklang

Arminia Bielefeld schlägt einen durch zwei Platzverweise dezimierten VfB Stuttgart mit 2:0

Felix Meininghaus[Bielefeld]

Das jüngste Gerücht machte um kurz nach drei die Runde: Michael Frontzeck werde im Anschluss an die Begegnung der Arminia gegen den VfB Stuttgart als neuer Bielefelder Trainer vorgestellt. Dass der 43-jährige Ex-Nationalspieler, der letzte Saison nach dem Abstieg bei Alemannia Aachen entnervt aufgegeben hatte, in Ostwestfalen ein neues Betätigungsfeld gefunden habe, mochte Bielefelds Präsident Hans-Hermann Schwick zunächst nicht bestätigen. Ob nun Frontzeck oder ein anderer der gehandelten Kandidaten: Wer auch immer die Nachfolge des zu Wochenbeginn gefeuerten Ernst Middendorp übernimmt, er bekommt einen Job mit Erfolgsaussichten. Nach dem 2:0 gegen den Deutschen Meister VfB Stuttgart bleiben die Bielefelder zwar mit nur 18 Punkten aus der Vorrunde in Abstiegsgefahr, agierten vor 20 600 Zuschauern allerdings keinesfalls wie ein Kandidat für Liga zwei.

Von Beginn an spielte das erst- und letztmalig von Amateurtrainer Detlev Dammeier betreute Team schwungvoll. Zudem stand die Arminia in der Deckung kompakter als zuletzt. Nur die Tore fehlten zunächst, obwohl die schwachen Stuttgarter ihren Kontrahenten beste Torchancen ermöglichten. Erst durch ihre Treffer in der 79. Minute und in der Nachspielzeit schafften Jonas Kamper und Artur Wichniarek die Entscheidung für die Arminia.

Die erste Chance vergab Jörg Böhme, nachdem VfB-Keeper Raphael Schäfer außerhalb des Strafraums den Ball vertändelt hatte. Auch das Abseitstor und der Lattentreffer von Wichniarek sowie die vergebenen Einschussmöglichkeiten von Zuma und Marx halfen Bielefeld zunächst nicht entscheidend weiter.

Chancen für den VfB Stuttgart? Fehlanzeige. Es dauerte bis zur 55. Minute, ehe Ewerthon die erste gute Gelegenheit hatte. Das Team von Trainer Armin Veh fiel eher negativ auf – durch die Platzverweise für Pardo und Osorio. In der Folgezeit gelang es der Arminia, die Passivität ihres harmlosen Gegners zu bestrafen und sich nach unruhigen Tagen einen harmonischen Jahresausklang zu verschaffen.

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