Heimsieg gegen Bremen : Dortmund nach 1:0 über Werder weiter Spitze

Im Heimspiel gegen Bremen ist der Champions-League-Finalist die klar bessere Mannschaft. Doch Dortmund vergibt viele Chancen - bis Robert Lewandowski trifft.

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Neulich hat Jürgen Klopp erläutert, warum er späte Anstoßzeiten mag. Man könne morgens noch mit der Mannschaft trainieren, taktische Dinge machen "und auch ein Mittagsschläfchen". Vor allem, wenn es gegen Werder Bremen geht, lieben sie bei Borussia Dortmund abendliche Termine. Wenn das Flutlicht anging, gewann der BVB gegen das Team von der Weser die letzten acht Spiele in Folge. Auch gestern gab es die erwarteten drei Punkte, die Borussia gewann ihr Heimspiel vor 80.645 Zuschauern im ausverkauften Stadion mit 1:0 (0:0) und verteidigte damit mit drei Siegen zu Saisonbeginn die Tabellenführung. Das Tor des Abends gelang dem Polen Robert Lewandowski in der 55. Minute.

Mit 305 Millionen Euro hatte der börsennotierte Klub am Donnerstag einen Rekordumsatz vermeldet, der Gewinn beträgt 53,5 Millionen Euro. Das ist ein beeindruckendes Ergebnis, auch im sportlichen Bereich ist die Bilanz glänzend.

Die Gastgeber übernahmen von der ersten Minute an das Kommando und berannten das Bremer Tor. Der Druck war enorm, die Zahl der Chancen ebenso. Gleich elf gute Einschussmöglichkeiten erspielte sich der BVB in der ersten Hälfte, jede Offensivkraft durfte mal. Dreimal Lewandowski, dreimal Reus, zweimal Mchitarjan, Subotic per Kopf, Sahin freistehend aus neun Metern. Die beste Möglichkeit hatte Dortmunds bester Spieler Jakub Blaszczykowski, dessen Gewaltschuss die Latte erzittern ließ. Es war erstaunlich, dass Werder Bremen die Null halten konnte. Grotesk wäre es gewesen, hätte Arnautovic in der Nachspielzeit die einzige Bremer Chance verwandelt, doch der Schuss des Österreichers zischte haarscharf am langen Eck vorbei.

Es war nur eine kurze Verschnaufpause für Werder, nach dem Seitenwechsel ging die wilde Fahrt in Richtung Bremer Tor ohne Unterlass weiter. Zehn weitere Minuten hielt das Bollwerk, dann war es geschehen: Pass von Reus auf Lewandowski und das überfällige 1:0 war gefallen. Es war das erste Gegentor für Werder in dieser Saison, somit hat hierzulande im bezahlten Fußball kein Klub mehr eine weiße Weste. Der Bann war gebrochen, auch danach ging es nur in eine Richtung, doch Reus, Sahin, der eingewechselte Aubameyang und Lewandowski verpassten beste Gelegenheiten, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. So blieb es beim ebenso knappen wie verdienten Vorsprung und damit beim optimalen Saisonstart für den BVB. Im Moment stimmen in Dortmund ganz offenbar alle Zahlen.

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