Sport : Hertha: Babbel bleibt, Schiff kommt

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Berlin - Im Foyer gab’s heiße Erbsensuppe, im Saal eine lauwarme Diskussion. Die Führungsetage von Hertha BSC stellte sich am Montagabend im ICC den Fragen von 330 Vereinsmitgliedern. Traditionell hatte der Fußball-Bundesligist unter dem Motto „Hertha im Dialog“ vor der in zwei Wochen anstehenden Mitgliederversammlung geladen.

Gleich in der ersten Frage ging es um die Vertragsverlängerung von Trainer Markus Babbel, die Manager Michael Preetz so beantwortete: „Wir würden gerne verlängern. Wir warten auf das Zeichen des Trainers, das wird zeitnah kommen.“ Der Manager deutete an, dass der neue Kontrakt von Babbel länger als ein Jahr laufen soll. Was den Wohnort des Trainers betrifft – Babbel pendelt zwischen seiner Heimat München und Berlin, wo er ein Hotelzimmer hat – , werde man Babbel nichts vorschreiben. „Das ist doch Quatsch, der ist ein erwachsener Mann.“

Sind denn Transfers im Winter geplant? Nein, „im Moment sieht es nicht so aus“, sagte Manager Michael Preetz. Dafür könnte einer gehen: Fanol Perdedaj, der noch kein Spiel bestritten hat, wird in der Winterpause wohl ausgeliehen. Das war’s zum Kader, weiter ging’s mit dem Fuhrpark: Hertha will sein Gründungsschiff zurück nach Berlin holen, gern zum 120-jährigen Vereinsjubiläum im Juli, noch schippert es ja auf Brandenburgs Gewässern. „Wir verhandeln mit dem Eigentümer“, sagte Aufsichtsratschef Bernd Schiphorst. Der Eigentümer sei ein „reizender alter Herr“, der allerdings „die Euro-Zeichen“ in den Augen habe, wenn er mit Hertha BSC spreche. Zudem müsse das Schiff „komplett renoviert“ werden. Oder wird der alte Kahn etwa Herthas Klubhaus? „Ich hätte den ja lieber als Kneipe“, sagte Präsident Werner Gegenbauer, allerdings im Scherz. Im Foyer wurden da schon die Bierflaschen aus dem Kühlschrank geholt. Alkoholfrei. André Görke

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