Hertha BSC : Die Rückkehr der Auserwählten

Herthas Trainer Markus Babbel freut sich, dass viele seiner Spieler am Wochenende mit ihren Nationalmannschaften erfolgreich waren. Auch der seit sieben Wochen verletzte Österreicher Daniel Beichler drängt langsam zurück ins Team.

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Herthas Roman Hubnik (links) war in der EM-Qualifikation mit Tschechien erfolgreich.
Herthas Roman Hubnik (links) war in der EM-Qualifikation mit Tschechien erfolgreich.Foto: Reuters

Daniel Beichler strahlte mit der Oktobersonne um die Wette, als er den Übungsplatz von Hertha BSC verließ. Der österreichische Nationalspieler wurde gestern 22 Jahre alt, vergnüglicher stimmte den jungen Mann aber, dass er den Abstand zur Profimannschaft deutlich verkürzen konnte. „Ich merke zwar noch, dass ich etwas brauche, aber jedes Mannschaftstraining bringt mich weiter“, sagte Beichler.

Nach einer schweren Leistenverletzung konnte Herthas Sommerzugang sieben Wochen lang überhaupt nicht trainieren, inzwischen hat er einige Einsätze in Herthas Amateurteam gehabt, das Zweitliga-Spiel am Samstag bei FSV Frankfurt (Anstoß: 13.00 Uhr) kommt aber definitiv zu früh für den Österreicher. „Es geht aufwärts bei ihm“, sagte auch Markus Babbel. Herthas Trainer muss für das Spiel in Frankfurt auf Fabian Lustenberger (Muskelfaserriss), Pal Dardai (Sprunggelenk) und Marco Djuricin (Knöchelprellung) verzichten. Dafür stimmte ihn der Erfolg seiner Nationalspieler zufrieden. Im Laufe des Tages kehrten einige von Einsätzen in ihren jeweiligen Nationalteams zurück. „Es freut mich, wenn sie positive Erlebnisse in den Länderspielen hatten und hoffe, dass sie diese mitbringen.“

Roman Hubnik und Waleri Domowtschiski waren sogar als Torschützen erfolgreich. Hubnik hatte für die Tschechen in der EM-Qualifikation das Siegtor gegen Schottland geköpft. Da auch das zweite Qualifikationsspiel gewonnen werden konnte (2:0 gegen Liechtenstein in Vaduz) rangiert Tschechien hinter Spanien auf dem zweiten Tabellenplatz der Gruppe I. Der Bulgare Domowtschiski erzielte am Dienstag in Istanbul im Freundschaftsspiel gegen Saudi-Arabien das Tor zum 2:0-Endstand und präsentierte sich seinem neuen Auswahltrainer Lothar Matthäus in guter Form. Mit den in Berlin verbliebenen Spielern hatte sich Babbel in der Zwischenzeit intensiv beschäftigt. „Mit ihnen haben wir gut vorarbeiten können“, sagte der Trainer, der auf das dichte Programm von zehn Spielen in den kommenden acht Wochen verwies. In einer solchen Phase sei an normale Trainingsarbeit nur bedingt zu denken. Man könne keine zusätzlichen Reizpunkte mehr setzen, die Spieler würden hauptsächlich im regenerativen Bereich tätig sein. Nach dem Auswärtsspiel in Frankfurt bestreitet der Berliner Zweitligist zwei Heimspiele hintereinander – gegen Greuther Fürth und Ingolstadt.

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