Sport : Hertha BSC erläutert neues Finanzkonzept

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Berlin - Hertha BSC hat gestern ein neues Finanzierungskonzept vorgestellt. Ingo Schiller, der für Finanzen zuständige Geschäftsführer des mit 35 Millionen Euro verschuldeten Fußball-Bundesligisten, bezeichnete das Konzept als „wichtigen Baustein für die Zukunft von Hertha BSC“. Das Gesamtvolumen des Finanzpakets, das mit drei Kreditinstituten abgeschlossen wurde, beläuft sich auf 30 Millionen Euro. Damit sollen unter anderem knapp 20 Millionen kurzfristiger Verbindlichkeiten in mittelfristige (bis 2010) umgewandelt werden. Zudem sollen die Verbindlichkeiten in den nächsten viereinhalb Jahren um 15,5 Millionen Euro zurückgeführt werden.

Schiller legte einen Wirtschaftsplan vor, nachdem Hertha im operativen Geschäft in die Gewinnzone zurückkehrt. Die jährlichen Personalkosten sollen von derzeit 26,2 Millionen Euro bis 2007/08 auf 23,5 Millionen sinken. Grundvoraussetzung für dieses Konzept sind die jährlich zu erwartenden Mehreinnahmen aus dem neuen Fernsehvertrag, durch den Hertha ab der kommenden Spielzeit 19,8 statt wie bisher 13,8 Millionen einnehmen wird. Dieses Geld soll zu einem Teil dazu benutzt werden, die kommenden vier Geschäftsjahre mit einem positiven Ergebnis abzuschließen und gleichzeitig die Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Verein hat für das Finanzierungskonzept umfangreiche Rechte wie etwa potenzielle Transfererlöse als Sicherheiten abgetreten. Zudem muss Hertha wegen der längeren Laufzeit der Verbindlichkeiten mehr Zinsen zahlen. miro

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