Hertha - Frankfurt : Gimenez erzielt goldenes Tor

Christian Gimenez hat der Hertha ein friedliches Weihnachtsfest beschert. Gegen Frankfurt hat der Argentinier in der 63. Minute aus kurzer Distanz eine Kopfball-Vorlage von Pantelic zum entscheidenden 1:0 verwandelt.

Berlin - Eine Stunde lang hatte es so ausgesehen, als könnte die Frankfurter Verlegenheitself den Berlinern einen Strich durch die Weihnachtsplanungen machen. Auch ohne vier Stammspieler boten die Gäste das gefälligere Spiel, waren aber in der Chancenverwertung hilflos. Hertha hat mit dem sechsten Heimsieg der Saison den angestrebten fünften Tabellenrang vor der Winterpause gefestigt und ist nach Schalke 04 das beste Heim-Team der ersten Saison-Hälfte.

Bei den Berlinern spürte man von Beginn an das Fehlen von Spielmacher Yildiray Bastürk. Dem Youngster-Mittelfeld mit Ashkan Dejagah (20), Kevin Boateng (19) und Chinedu Ede (19) fehlte es an Ideen, um die lange Zeit kompakt gestaffelte Abwehr der Frankfurter ausspielen zu können.

Pantelic sorgt für Torgefahr

So gingen die gefährlichen Szenen vor dem Frankfurter Tor in der ersten Halbzeit durchweg von Torjäger Marko Pantelic aus. Der Serbe sorgte in der 17. Minute mit einem Pfostenkracher aus 20 Metern für ein Raunen im weiten Rund des Stadions. Wenig später dribbelte sich der langhaarige Stürmerstar schön bis zur Grundlinie durch, doch seine gekonnte Eingabe konnte der frei stehende Christian Gimenez da noch nicht verwerten. Der Argentinier scheiterte aus drei Metern an dem auf der Torlinie für seinen schon geschlagenen Torwart rettenden Mounir Chaftar.

Der U20-Nationalspieler war von Trainer Friedhelm Funkel für den wegen Grippe fehlenden Christoph Spycher erstmals nach seiner Kreuzband-Operation aufgeboten worden. Frankfurts dritter Torhüter Jan Zimmermann, der für den verletzten Oka Nikolov und den an Grippe erkrankten Markus Pröll einspringen musste, verlebte am Samstag einen insgesamt ruhigen Nachmittag. Gegen den Treffer von Gimenez war er machtlos.

Wackelige Hertha-Abwehr

Der Ex-Berliner Benjamin Köhler scheiterte mit seinem Flachschuss freistehend an Hertha-Keeper Christian Fiedler. Auch danach spielten die Frankfurter vier Tage nach dem kräftezehrenden Uefa-Cup-Spiel in Istanbul gut mit und brachten die nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Dick van Burik und der Sperre von Sofia Chahed umformierte Hertha-Abwehr öfter in Verlegenheit. So scheiterte Markus Weissenberger gleich zum Auftakt der zweiten Halbzeit aus Nahdistanz am aufmerksamen Fiedler, der eingewechselte Michael Thurk zog den Ball aus 15 Metern knapp über die Latte (75.). (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar