Hertha : Götz versucht es mit Gesprächstherapie

Nach den Querelen der letzten Tage ist Hertha-Trainer Götz sichtlich bemüht, die Wogen wieder zu glätten. Schuld an der derzeit misslichen Lage seien weder Marko Pantelic noch er selbst. Nun sollen Gespräche helfen.

Berlin - Nach der Schelte von Manager Dieter Hoeneß haben die Verantwortlichen beim Berliner Bundesligisten Hertha BSC wieder einen weicheren Kurs eingeschlagen. Trainer Falko Götz lenkte die Konzentration auf das wichtige Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Ostersamstag. "Es ist alles gesagt, jetzt kommt es darauf an, dass es aus der Mannschaft eine Reaktion gibt", meinte der Coach und fügt hinzu: "Mit der Ansprache von gestern haben wir Aufmerksamkeit in der Mannschaft erregt". Zum stark kritisierten Stürmer Marko Pantelic (elf Saisontore), der in der Rückrunde erst einmal traf, sagte Götz: "Pantelic wird nicht degradiert. Er ist wichtig für die Mannschaft, nur ruft er im Augenblick seine Leistungsfähigkeit nicht ab".

Um den anhaltenden Negativtrend zu stoppen, setzt Götz auf Einzel- und Gruppengespräche: "Die Kommunikation mit den Spielern ist sehr wichtig". Ob er selbst an der augenblicklichen Misserfolgs-Serie - acht Spiele ohne Sieg - Mitschuld trage, antwortete der Trainer: "Ich versuche, gemachte Fehler nicht zu wiederholen. Als Trainer gehört es dazu, dass man sich hinterfragt".

Bastürk bringt "Spielfreude und Spritzigkeit"

Die kommenden Heimpartie gegen Bielefeld will der Trainer offensiv angehen. Hoffnungsschimmer für Hertha: Spielmacher Yildiray Bastürk kommt nach überstandener Verletzung immer besser in Form. "Durch ihn kommt Spielfreude und Spritzigkeit ins Spiel", meinte Götz.

Neben Kapitän Arne Friedrich (Patellasehne), der wohl noch mindestens zwei Spiele ausfällt, fehlten im Mittwochs-Training auch Mittelfeldspieler Patrick Ebert (Achillessehne) sowie Pantelic, der sich mit Magen-Darm-Problemen abmeldete. Ebenfalls angeschlagen sind derzeit Dick van Burik und Andreas Schmidt. Beide Spieler konnten nur eingeschränkt trainieren. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar