Sport : Hertha kassiert 26,7 Millionen - In der Endabrechung ist Bayern der Krösus

Real Madrid und der FC Valencia spielen am Mittwoch noch im Pariser Stade de France um die Krone des europäischen Vereinsfußballs, aber die Schatzmeister von Bayern München, Bayer Leverkusen, Hertha BSC Berlin und Borussia Dortmund haben schon Kassensturz gemacht. Fazit: Die erste Champions League mit der Zwischenrunde war für alle ein lukratives Geschäft. Krösus war der FC Bayern: Der Rekordmeister nahm 51,6 Millionen Mark ein. Es folgen Hertha BSC (26,7 Millionen), Bayer Leverkusen (22,3 Millionen) und Borussia Dortmund (17,1 Millionen). Während Antrittsprämie (1,9 Millionen Mark), Auflaufprämie (630 000 Mark pro Gruppenspiel) und Punktprämie (315 000 Mark pro Unentschieden, 630 000 pro Sieg) ebenso lange bekannt waren wie die Bayern-Prämie für das Erreichen des Viertel- und des Halbfinales (11,3 Mio.), war die Verteilung der Fernsehgelder bislang unbekannt.

Nach Recherchen des Sportinformationsdienstes gehen von den Gesamteinnahmen aus der Champions League 1999/2000 in Höhe von 1,04 Milliarden Mark 327 Millionen in den "Fernsehtopf". Den vier deutschen Vereinen stehen daraus 20 Prozent zu, weil Deutschland der stärkste Fernsehmarkt ist. Damit konnten die vier Champions-League-Teilnehmer 65,6 Millionen Mark unter sich aufteilen. Die Hälfte ging nach Bundesliga-Leistung weg: Meister Bayern München erhielt 40 Prozent von 32,8 Millionen (13,2), Vize Leverkusen 30 Prozent (9,8 Mio.) und die Qualifikanten Hertha und Dortmund jeweils 15 Prozent (4,9 Mio).

Die restlichen 32,8 Millionen Mark wurden durch die Anzahl der Spiele geteilt. Insgesamt absolvierten die deutschen Klubs 40 Spiele (Zusatzeinnahme pro Match: 820 000 Mark). Damit könnte Bayern mehr einnehmen als der Sieger aus der Champions League. Sowohl Real Madrid als auch Valencia haben bislang 25,8 Millionen Mark kassiert; der Verlierer des Finales erhält weitere 7,6 Millionen, der Gewinner 12,6. Da aber der Fernsehmarkt in Spanien nicht so hoch bewertet ist wie der in Deutschland, werden die TV-Einnahmen niedriger ausfallen.

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