Sport : Hertha leiht Stürmer Pantelic aus

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Berlin Plötzlich ging alles ganz schnell. Gestern verpflichtete Hertha BSC einen neuen Stürmer. Der 26 Jahre alte Marko Pantelic wird von Roter Stern Belgrad ausgeliehen und erhielt beim Berliner Fußball-Bundesligisten einen Vertrag bis zum 30. Juni 2006. Er bekommt die Rückennummer 9. Heute wird er gemeinsam mit Manager Dieter Hoeneß und Trainer Falko Götz vor die Presse treten. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, den Torschützenkönig der vergangenen Saison in Serbien-Montenegro bei uns begrüßen zu dürfen. Marko Pantelic wird mit seinen Qualitäten unser Offensivspiel bereichern“, sagte Hoeneß.

Die Anzeichen für diesen Transfer hatten sich im Laufe des gestrigen Tages immer weiter verdichtet. Während Hoeneß am Montag noch von drei Optionen gesprochen hatte, waren es zuletzt noch zwei. Die Wahl lag zwischen dem 21-jährigen Brasilianer Anderson Costa von Vasco da Gama und dem Angreifer Marko Pantelic, der von Hertha favorisiert worden war.

Gestern hatte Hoeneß zunächst noch einmal um Verständnis dafür geworben, dass der Verein den zeitlichen Rahmen für den Transfer vermutlich voll ausschöpfen werde. Heute Abend, um 24 Uhr, endet die Wechselperiode für die Bundesliga. Doch schon gestern erschien der Name des Spielers auf der Transferliste der Deutschen Fußball Liga (DFL), wurden die Verträge der DFL vorgelegt.

Für Pantelic spricht die höhere sportliche Qualität. Er war in der abgelaufenen Saison Torschützenkönig von Serbien und Montenegro. Sein Nachteil: Da der klassische Mittelstürmer für seinen bisherigen Verein bereits in der Uefa-Cup- Qualifikation gespielt hat, darf er für Hertha in dieser Saison nicht mehr international eingesetzt werden. Doch schon vor ein paar Tagen hatte Hoeneß gesagt, dass es Hertha bei der Verpflichtung eines Mittelstürmers nicht um dessen Spielberechtigung für den Uefa-Cup geht, sondern vorrangig um die Bundesliga und den DFB-Pokal.

Dieter Hoeneß nutzte den gestrigen Tag, um letzte Details zu klären. So wollte Roter Stern Belgrad seinen Kapitän nicht ausleihen, sondern verkaufen. Die Berliner waren aus Kostengründen nur an einem Leihgeschäft interessiert. Die Ablösesumme hätte etwa bei 1,5 Millionen Euro gelegen. miro

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