Hertha vor dem Derby : Babbel hofft auf Raffael

Herthas Brasilianer hat Probleme mit dem Knöchel, soll aber schon am Donnerstag wieder dem Team trainieren.

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Kann schon wieder lachen: Herthas Raffael wird wohl gegen Union auflaufen.
Kann schon wieder lachen: Herthas Raffael wird wohl gegen Union auflaufen.Foto: dpa

Weil die erste richtige Trainingseinheit der Woche ein wenig länger und intensiver ausgefallen war als gedacht, hatte Markus Babbel am Mittwoch noch eine gute Nachricht für seine Spieler. Der Trainer von Hertha BSC gab seinen Spielern den Nachmittag frei, die ursprünglich für 15 Uhr angesetzte Einheit wurde ersatzlos gestrichen. Eine gute Nachricht? Nicht für Patrick Ebert. Herthas Mittelfeldspieler hatte sich für den Nachmittag ein Testspiel gegen die vereinseigene U 23 im Kalender notiert und damit eine weitere Möglichkeit, nach seiner Verletzungspause Spielpraxis zu sammeln. „Davon habe ich auch in der Zeitung gelesen“, sagte Babbel. Der Wahrheitsgehalt der Meldung war jedoch gleich null. Kein Testspiel, also auch keine Spielpraxis für Ebert und damit auch keine Rückkehr in den Profikader für das Derby am Samstag gegen den 1. FC Union.

„Er muss geduldig bleiben“, sagte Herthas Trainer. Ebert ist Anfang des Jahres ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, nachdem er sich im Sommer das Kreuzband gerissen hatte. Der Mittelfeldspieler hatte mit einer schnellen Rückkehr in die Mannschaft gerechnet, zumindest aber in den Kader; doch Babbel schätzt Eberts aktuelles Leistungsvermögen nach fast einem halben Jahr Pause nicht ganz so optimistisch ein wie der Spieler selbst. „Das ist auch kein Wunschkonzert“, sagt er. Beim Derby wird Ebert wohl wieder nur die Rolle als Zuschauer bleiben.

Die droht latent auch dem Brasilianer Raffael, der am Mittwoch noch nicht mit der Mannschaft trainieren konnte. Am Sonntag, beim Spiel in Bielefeld, hatte Raffael einen Tritt gegen den Knöchel bekommen, am Montag wurde ihm vom Arzt einen zweitägige Pause verordnet. Aber weil der Knöchel gestern noch leicht geschwollen war, musste sich Raffael einer weiteren Kernspintomografie unterziehen. Sie erbrachte zumindest keinen schlimmeren Befund. „Es ist nichts kaputt“, sagte Babbel. Sollte Raffael wie geplant heute wieder trainieren, wäre auch sein Einsatz gegen Union möglich.

In Bielefeld spielte der Brasilianer für den angeschlagenen Peter Niemeyer als zweiter Sechser neben Fabian Lustenberger. Da auch Niemeyer wieder fit ist, hätte Babbel drei Kandidaten für zwei Plätze. „Ist doch schön“, sagte er. „Mir ist das so lieber als andersrum.“

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