Sport : Heute zählt für die Füchse nur ein Sieg

Hartmut Moheit

Berlin - Leicht gefallen ist es Bob Hanning nicht, Kjetil Strand in dieser Woche nach Norwegen fliegen zu lassen. Doch letztlich hat sich der Manager der Füchse Berlin dafür entschieden – auch den Trainer Jörn-Uwe Lommel überredet, „weil es manchmal Dinge gibt, die wichtiger sind als die Vorbereitung auf ein Bundesligaspiel“. Gemeint war die bevorstehende Geburt eines Kindes, bei der Strand seiner Frau beistehen wollte. Als dann der Norweger am Samstag kurz vor dem Rückflug nach Berlin per Handy verkündete, Mutter und Sohn seien wohlauf, sagte ein erleichterter Bob Hanning: „Dann steht ja jetzt einer Topleistung von Kjetil nichts mehr im Wege.“

Heute gegen TuS N-Lübbecke (17 Uhr, Max-Schmeling-Halle) wird eine Steigerung aber nicht nur vom norwegischen Nationalspieler erwartet, sondern vom gesamten Team. „Nur ein Sieg zählt“, verkündete Jörn-Uwe Lommel. Der TuS befindet sich auf dem 17. Platz der Handball-Bundesliga, hat mit sieben Pluspunkten nur einen weniger als die Füchse und könnte mit einem Sieg sogar an den Berlinern vorbeiziehen. „Das darf nicht passieren“, warnt Lommel, „schon gar nicht, dass wir absteigen. Eine zweite Chance gibt es für uns nicht.“

Die größten Hoffnungen der Füchse ruhen auf den beiden polnischen Neuzugängen Michal Kubisztal und Bartlomiej Jaszka, die heute das erste Mal, für die Füchse spielen. Während Jaszka erst am Samstag erstmals mit seinem neuen Team trainierte, war Kubisztal schon seit Dienstag dabei. „Von ihnen erwarten wir den Schub, den wir letztlich im Abstiegskampf brauchen“, sagte Lommel. Er drohte aber auch: „Wenn die Leistung des Teams dennoch nicht besser wird, hole ich zur Not noch weitere Spieler. Nur klar ist auch: Je mehr hinzukommen, umso weniger alte Füchse-Spieler werden neue Verträge bekommen.“ Hartmut Moheit

0 Kommentare

Neuester Kommentar